Eine turbulente Landesliga-Hinrunde neigt sich für die Fußballer des FC Lichtenfels am Samstag (16 Uhr, Karl-Fleschutz-Stadion) mit dem Heimspiel gegen den ASV Rimpar dem Ende entgegen.

"Für uns ist zum Abschluss der Vorrunde ein Dreier wichtig, um den Abstand auf den Relegationsplatz weiter auszubauen", lautet das Ziel von Oliver Müller, der zu dieser Saison neu im Trainergespann mit Christian Goller das Team leitet. Derzeit beträgt das Polster des FCL auf den ersten Abstiegsrelegationsplatz fünf Zähler.

ASV Rimpar mit Erfolgsserie

Auf dem Papier gehen die Lichtenfelser als Tabellen-Achter als Favorit in die Begegnung gegen die auf Rang 15 liegenden Rimparer. Die Unterfranken haben aber erfolgreiche Wochen hinter sich. Aus den letzten sechs Spielen holte der ASV elf Punkte, unter anderem trotzte man dabei Spitzenreiter Vatan Spor Aschaffenburg ein 1:1 ab. Gegen den Tabellenzweiten aus Geesdorf setzte man sich sogar mit 3:1 durch.

Müller ist aufgrund dieser jüngsten Erfolgserlebnisse gewarnt: "Mit Rimpar kommt eine Mannschaft, die derzeit einen Lauf hat. Nachdem sie, so wie wir auch, mal Tabellenletzter waren, haben sie sich in den letzten Wochen wieder ein wenig nach oben gespielt."

Von unten sind auch die Lichtenfelser geklettert. Mit dem 2:2 bei der DJK Schwebenried/Schwemmelsbach musste man in der Vorwoche wieder einen kleinen Dämpfer auf dem Weg nach oben hinnehmen. Schließlich lagen die Lichtenfelser zur Halbzeit mit 2:0 in Front. Ein Platzverweis gegen FCL-Angreifer Lukasz Jankowiak kurz nach Wiederanpfiff ließ die Partie jedoch kippen.

"Der Punkt geht schon in Ordnung, auch wenn wir nach einer guten ersten Halbzeit und einer 2:0-Führung noch den Ausgleich hinnehmen mussten und zwei Riesenchancen zum 3:2 in der Schlussphase ungenutzt ließen. Das Ergebnis wurde aber dem Spielverlauf gerecht", blickt Müller zurück.

Jankowiak fehlt nach Roter Karte

Der Verlust des Top-Stürmers wiegt jedoch schwerer als der Verlust der zwei Punkte. "Die Rote Karte war unnötig, auch wenn Lukasz das Spiel nur unterbrechen wollte, weil einer unserer Spieler mit einer Kopfverletzung am Boden lag. Der Schiedsrichter hat das Spiel nicht gestoppt und die Gastgeber haben den Ball nicht ins Aus gespielt. So kam es zu einem Foulspiel, das der Schiedsrichter mit Rot ahndete", schildert gibt Müller die Situation. Der Ausfall Jankowiaks bereitet dem Trainer Kopfzerbrechen. "Dass das Spiel dadurch gekippt ist, ist noch zu verschmerzen. Dass Lukasz deshalb für mehrere Wochen ausfällt, schmerzt mehr", hadert der Lichtenfelser Trainer.

Noch steht allerdings nicht fest, wie lange Jankowiak gesperrt wird. "Jetzt dürfen sich dafür andere Spieler beweisen", versucht Müller, die unangenehme Situation sportlich zu nehmen. Neben den Langzeitverletzten Luca Ljevsic und Stefan Fischer fallen zudem Tobias Zollnhofer, Florian Goller und Lukas Dietz aus. Ob Lukas Schamel nach seiner erlittenen Kopfverletzung gegen die DJK Schwebenried/Schwemmelsbach wieder zur Verfügung steht, ist noch nicht endgültig geklärt.