31 Holz Vorsprung brachten den Keglern des Baur SV Burgkunstadt den ersehnten Sieg im ersten Heimspiel. Ein wichtiger Erfolg, um in der höchsten Liga Bayerns Fuß zu fassen. Bis 100 Wurf vor dem Ende sah es nicht so aus, als ob die Hausherren die Zeiler würden bezwingen können. Doch dann waren ein Bahnrekord, eine vielleicht vorschnelle Auswechslung und auch ein Quäntchen Glück die Auslöser für die ersten beiden Punkte auf der Habenseite.
Probleme hatten die Burgkunstadter beim Spiel in die Vollen, wo die Unterfranken mit 2132:2106 die Nase vorne hatten. Dafür war ein starkes Abräumen (1147:1090 bei 16:16 Fehlern) Vater des Sieges.


Baur SV Burgkunstadt - SKK Gut Holz Zeil 5:3

(12:12 Sätze, 3253:3222 Holz)
Die Zeiler kamen mit viel Selbstvertrauen nach Burgkunstadt und wollten unbedingt beide Punkte mitnehmen. Dies zeigten sie gleich zu Beginn.
Peter Thyroff gewann zwar Satz 1, verlor aber dann völlig den Faden und unterlag mit auch für ihn enttäuschenden 511:535 gegen Jahn.
Sebastian Kestel war nicht ganz fit und hatte zudem in Pfaller den stärksten Gästeakteur gegen sich. 527:574 bei nur einem Remis waren die Folge. Somit lag man mit über 70 Holz und 0:2 deutlich zurück.


Naujoks lässt sich anstecken

Wenn es nicht läuft, muss man sich eben selbst helfen, dachten sich die beiden Baur-Kegler der Mittelachse und brannten ein Feuerwerk ab. Patrick Kalb erhöhte zunächst den Bahnrekord auf den Bahnen 1 und 2 auf 306 Holz und ließ Faber beim 581:539 keinerlei Chance. Von der Spielfreude seines Partners ließ sich Kevin Naujoks anstecken und zeigte sein wohl stärkstes Spiel im schwarz-gelben Dress. Konstant gute Durchgänge von dreimal über 140 entschieden die Partie gegen Löhr schnell. Am Ende standen 566:542 am Totalisator. Bis auf fünf Kegel war somit alles wieder ausgeglichen.
Im Schlusskreuz blieb es 60 Wurf lange dramatisch spannend, denn jeder Akteur gewann zunächst einen Satz und auch die Holz hielten sich die Waage. Beflügelt von der überraschenden Auswechslung seines Kontrahenten Hopp gegen Werner (zusammen 507) brachte ein Traumbahnrekord von Peter Zapf dann die Entscheidung für die Gastgeber.


Peter Zapf mit Galavorstellung

101 in die Vollen ließ er 72 Räumkegel folgen, wobei er mit drei Neunern abschloss. Am Ende war er mit seinen 560 Holz zufrieden und glücklich über den Sieg. Sein Topresultat war auch dringend nötig, denn Johannes Partheymüller konnte im weiteren Verlauf nicht an seine zuletzt gezeigte gute Form anknüpfen und hatte gegen Kager mit 508:525 das Nachsehen. "Der Sieg war am Ende etwas glücklich", sagte Peter Zapf, sei aber als Ausgleich für die Niederlage in Kasendorf zu sehen. Angesichts des noch nicht ausgeschöpften Potenzials einiger Kollegen sehe man aber auch, dass noch Luft nach oben sei und man daher der Zukunft optimistisch entgegensehen könne. tc