Das letzte Spiel des Jahres 2016 ist für den FC Lichtenfels (12.) noch einmal ein Schlüsselspiel im Kampf um den Verbleib in der Fußball-Landesliga Nordwest. Am Samstag (14 Uhr) gastiert der Aufsteiger beim direkten Konkurrenten TG Höchberg (14.), der sich in der Tabelle nach einem furchtbaren Saisonstart wieder herangekämpft hat. Die Partie wird auf jeden Fall ausgetragen, da die Würzburger Vorstädter über einen Kunstrasenplatz verfügen.


Ärger über verschenkte Punkte

Zuletzt zeigte sich jedoch auch die Mannschaft des Trainergespanns Alexander Grau/Christian Goller in bester Verfassung. Ein 3:3-Unentschieden gegen die Spitzenmannschaft TSV Abtswind (4.) hätte in Lichtenfels vor der Partie wohl jeder sofort unterschrieben. Hinterher sprachen die FCler aber von zwei verschenkten Punkten, führten die Korbstädter bis zur 89. Min. mit 3:1, ehe der Gast noch zweimal traf. "Da wir fast bis zum Schluss geführt haben, sind es schon verschenkte Punkte. Ärgerlich ist auch, dass wir schon zum dritten Mal so Zähler haben liegen lassen", kritisiert FCL-Trainer Christian Goller, gab aber auch zu: "Unter dem Strich war das Ergebnis aber trotzdem leistungsgerecht."


Serie des FCL hält

Mit dem 3:3 hat Lichtenfels seine Serie ohne Niederlage auf sieben Spiele ausgebaut. Allerdings erlaubten sich die Goller-Schützlinge während dieser Phase nicht weniger als fünf Unentschieden, weswegen der FCL immer noch in Reichweite zu den Abstiegsrelegationsplätzen ist. "Wir haben schon ein paar Punkte verschenkt, aber wir als Trainerteam machen ohnehin eine andere Rechnung auf. Dabei geht es immer darum, im Rückspiel besser abzuschneiden, als im Hinspiel, und das ist uns nun gegen Rimpar sowie Abtswind auch gelungen", äußert sich Goller zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Rückserie.


Direkter Konkurrent

Kurz vor der Winterpause steht in genau dieser Rückrunde nun noch ein richtungsweisendes Duell bei einem direkten Konkurrenten an. Bei der TG Höchberg (14.) kann man sich ein Punktepolster zulegen. Und geht es nach der Rechnung der Trainer, so ist nach dem 2:2 aus dem Hinspiel ohnehin ein Auswärtssieg fällig.
Die Unterfranken zeigten sich zuletzt allerdings stark formverbessert und machten somit auch die unglaubliche Serie von 14 Spielen ohne Sieg zu Saisonbeginn vergessen. Aus den letzten sechs Partien holten die Würzburger Vorstädter gar vier Siege und bezwangen dabei unter anderem Karlburg (3:1) sowie Memmelsdorf (2:0) sicher.


Nur 20 erzielte Tore beim FCL

Größtes Manko der Lichtenfelser bleibt jedoch weiterhin die Torgefahr. Die Marke von 20 Treffern unterbieten nur die Kellerkinder aus Kitzingen (17) und Kahl (19). "In diesem Spiel gibt es keinen Favoriten, aber verlieren ist für uns verboten, da Höchberg mit uns gleichziehen könnte", warnt Goller, schränkt allerdings ein: "Der Höchberger Kunstrasenplatz ist ein ungewohnter Untergrund und daher für uns ein unkalkulierbarer Faktor." Die Lichtenfelser Trainer müssen in Höchberg auf den verletzten Stefan Fischer verzichten, können dafür aber auf den wiedergenesenen Lukas Dietz zurückgreifen.
FC Lichtenfels: Rossbach, Göhring; F. Goller, Schardt, Mex, S. Dietz, L. Dietz, Gutgesell, Aumüller, Hönninger (?), Scholz, Jankowiak, Oppel, Wige, N. Lulei, Mohr, Hatzold, Graf