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Burgkunstadt
Handball

Markus Büschel trainiert die Frauen der SG Kunstadt-Weidhausen

Der neue Trainer der Landesliga-Handballerinnen der SG Kunstadt-Weidhausen heißt Markus Büschel.
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Volker Reichel (rechts), Abteilungsleiter Handball des TV Weidhausen, und Thomas Will (links) als Vorsitzender der HG Kunstadt stellten Trainingauftakt der Landesliga-Handballerinnen der SG Kunstadt-Weidhausen den neuen Trainer Markus Büschel (Mitte) vor. Foto: Mattthias Schneider
Volker Reichel (rechts), Abteilungsleiter Handball des TV Weidhausen, und Thomas Will (links) als Vorsitzender der HG Kunstadt stellten Trainingauftakt der Landesliga-Handballerinnen der SG Kunstadt-Weidhausen den neuen Trainer Markus Büschel (Mitte) vor. Foto: Mattthias Schneider

Der Nachfolger von Christine Gahn wurde vor Kurzem bei einer ersten gemeinsamen Trainingseinheit unter freiem Himmel durch Volker Reichel, Abteilungsleiter des TV Weidhausen, und dem Vorsitzenden der HG Kunstadt, Thomas Will, der Mannschaft vorgestellt.

Kein Unbekannter in der Region

Markus Büschel ist gerade im Coburger Landkreis kein Unbekannter. Zehn Jahre lang war der 54-Jährige im Jugendbereich des HSC Coburg tätig, wo er vor allem die B-Jugend in der Bayernliga betreute. Nach seinem Wechsel zur SG Rödental gestaltete Büschel in den letzten beiden Jahren das Geschehen beim TV Ebersdorf mit - erst im Jugend- und dann bei den Frauen.

"Ich freue mich riesig auf die Herausforderung, mit einer Mannschaft aus dem Erwachsenenbereich in der Landesliga aufzulaufen", sagte der erfahrene Coach beim Trainingsauftakt. Wie groß diese Herausforderung ist, lässt sich an den Rahmenbedingungen der kommenden Spielzeit ablesen.

16 Teams in der Landesliga

Aufgrund des Abbruchs der Saison 2019/20, aus der auch keine Absteiger hervorgingen, werden in Zukunft womöglich 16 statt der üblichen 14 Mannschaften auflaufen. "Wann und unter welchen Bedingungen die Spielzeit stattfinden wird, kann momentan noch keiner abschätzen", erläutert Volker Reichel. Derzeit sind Mannschaft und Umfeld ohnehin damit beschäftigt, erst einmal einen möglichst geregelten Trainingsablauf zu ermöglichen.

Hallen noch gesperrt

Die Hallen in Burg- und Altenkunstadt sind derzeit für den Vereinssport gesperrt. Das Training läuft somit auch auf den Außenanlagen der jeweiligen Hallen, aber auch in Michelau und Sonnefeld ab und beschränkt sich auf Fitnesseinheiten und Übungen mit dem Ball. "Zweikämpfe sind nicht erlaubt", sagt Büschel.

So ungewohnt diese Umstände auch sein mögen, herrscht dennoch großer Optimismus im Lager der SG. Der Tatsache, dass in der nächsten Saison unter Umständen bis zu acht Mannschaften und somit die Hälfte der Teilnehmer absteigen wird, stellt die SG ihren großen Kader entgegen. Beim Trainingsauftakt begrüßten immerhin über 30 Spielerinnen den "Neuen", der seine Aufgabe erst einmal darin sieht, alle Spielerinnen und deren Qualitäten kennenzulernen. "Mit solch einem großen Kader kann man natürlich auch eine enorm lange Spielrunde mit maximal 30 Partien besser bestehen als ein weniger gut aufgestellter Konkurrent", weiß Büschel. Deshalb wird die SG in der nächsten Saison mit einer Landesliga- und einer Bezirksligamannschaft an den Start gehen.

Elena Kerling kehrt zurück

Hoffnung auf eine erfolgreiche Spielrunde macht dabei ein spektakulärer Neuzugang. Nach knapp fünf Jahren bei HaSpo Bayreuth kehrt Elena Kerling zurück an den Obermain. In Bayreuth sammelte die Burgkunstadterin Erfahrung in der 3. Liga sowie in der Bayernliga. "Eine solche Spielmacherin in den Reihen zu haben, bringt uns sicher ein gutes Stück voran", kommentiert Büschel die Rückkehr Kerlings.

Betreuerin Catrin Werner weiter dabei

Ein weiterer Glücksfall für Büschel ist dabei, dass ihm mit Catrin Werner die Betreuerin der letzten Jahre zur Seite stehen wird. "Sie kennt nicht nur unsere Mannschaft, sondern auch die Gegner in der Landesliga", sagt der Neu-Trainer, der mit wenigen Ausnahmen auf den gesamten letztjährigen Kader, aber auch auf frische Kräfte aus der Jugend bauen kann. "Da Markus bisher tolle Arbeit im Nachwuchsbereich geleistet hat, sind wir zuversichtlich, dass er auch unsere jungen Spielerinnen in deren sportlichen Entwicklung voranbringen wird", sagt Thomas Will.

"Es liegt jetzt vor allem an euch, wie erfolgreich die Saison verlaufen wird", nahm Volker Reichel, der den Büschel zur SG gelotst hat, die Mannschaft beim Trainingsauftakt in die Pflicht. Dass die Mannschaft dies sehr ernst zu nehmen scheint, wurde gleich bei der ersten Trainingseinheit klar. Sie zog bei den Übungen mit Fitness-Trainer Ron Freitag gut mit. Ausdauer werden die SGlerinnen angesichts der anstehenden Mammut-Saison dringend brauchen.