Nach bisher drei Niederlagen in der Rückrunde möchten die Lichtenfelser Bundesliga-Ringer um Cheftrainer Ali Hadidi wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Am morgigen Samstag geht es ins 500 Kilometer entfernte Aachen, direkt ins Dreiländereck Deutschland, Belgien, Holland. Heimvorteil genießen dagegen in der Bayernliga die Ringer der zweiten Mannschaft am morgigen Samstag ab 19.30 Uhr gegen den TSV Aichach. Den Vorkampf bestreitet die Schülermannschaft des Athletenklubs ab 18.15 Uhr in der AC-Halle. Gegner wird der TSV Weißenburg sein, den der ACL-Nachwuchs in der Hinrunde der Oberliga Ofr./Mfr. mit 12:28 unterlegen war.

Zwischenrundenmodus

Den aktuellen Tabellenstand in der Bundesliga Nord konnte man so in etwa erwarten. Vorneweg marschieren Köllerbach, Mainz, Mömbris-Königshofen und Luckenwalde. Es folgen die Ringer aus dem Mansfelder Land, die Aachener und der ACL. Das Abschneiden in der Liga und die Platzierung erfährt in diesem Jahr erstmals eine Veränderung.

Um die Duelle in der Zwischenrunde spannender zu gestalten und auch einem vermeintlich "kleinen Verein" die Chance zu bieten, sich für das Viertelfinale zu qualifizieren, hat sich der Ringerverband folgenden Modus überlegt. Die beiden Ersten der Staffeln Nord und Süd sind gesetzt und ziehen direkt ins Viertelfinale ein. In den Pre-play-off-Kämpfen misst sich der Zweite nicht etwa mit dem Siebten, sondern mit dem Fünften. Der Dritte mit dem Sechsten und der Vierte mit dem Siebten. Aktuell hieße das für die Lichtenfelser, dass sie in der Zwischenrunde auf den TuS Adelhausen treffen würden. Der Heimkampf steigt am 13. Dezember.

Pokern um gute Endplatzierung?

Somit kann man die Saison in zwei Abschnitte teilen. Setzt man in den Liga-Kämpfen seine besten Ringer ein und versucht, in der Tabelle weit nach oben zu klettern, bekommt man es mit einem etwas stärkeren Gegner zu tun. Begnügt man sich mit weniger Punkten während der normalen Saison, so hat man in der Zwischenrunde einen vermutlich leichteren Konkurrenten. Trotz dieser Aussicht macht es aber nicht den Anschein, dass die Lichtenfelser gepokert hätten.

"Beim ACL wird daran kein Gedanke verschwendet", verrät Mannschaftsführer Tischer, "denn wir wollen gerade daheim immer unsere Besten auf der Matte sehen. Das ist unsere sportliche Philosophie und das sind wir unseren Zuschauern auch schuldig. Dass dies aufgrund diverser Probleme nicht immer klappt, steht natürlich in einem anderen Blatt. Ein Kampf in der Zwischenrunde ist uns sowieso sicher und dann schauen wir einmal, was noch geht."

Klarer Vorrundensieg täuscht

In der Auseinandersetzung mit den Aachenern dürfen sich die ACler nicht auf dem deutlichen 17:5-Hinrundensieg ausruhen, denn die Ringer um Trainer Sailer und Mykratschjan sind in der Rückrunde stärker einzuschätzen.

Dazu kommen noch einige Ausfälle auf Lichtenfelser Seite. "Es wird ein knappes Ding", prophezeien die Verantwortlichen aus der Korbstadt. An Unterstützung freilich wird es den Athleten von Ali Hadidi auch in der Ferne nicht fehlen, fahren doch etliche Anhänger wieder mit an die belgische Grenze, um den erhofften "Aus-, Aus-, Auswärtssieg" zu feiern.

Sollte dem so sein, beendet man die Saison vor den Aachenern. Punkten parallel die Mansfelder nicht in Köllerbach, wovon man ausgehen sollte, dann schiebt sich der ACL vorerst wieder vorbei auf den fünften Platz.

Zweite zu Hause gegen Aichach

Parallel zur Bundesligastaffel geht es für die Mannen um Trainer Martin Wegner und Mannschaftsführer Roland Hopf im Bayernliga-Heimkampf um 19.30 Uhr gegen den TSV Aichach.

Nach dem Sieg in der Vorwoche gegen den TV Traunstein möchte man nun auch den Tabellenvierten aus Aichach schlagen. Den Verantwortlichen ist es letzte Woche gelungen, mit Toni Georgiev und Rainer Weinberger zwei Veteranen auf die Matte zu bringen, die gleich mit 8:0 Punkten zum verdienten Sieg über Traunstein maßgeblich beitrugen.

In der Vorrunde unterlag man in Aichach mit 16:21. Dafür wollen die Jungs um Zillig, Raps, Lurz, Merkel & Co. gerne Revanche nehmen. hsch