Frustriert verließen die Lichtenfelser mit einer 21:25 (13:12)-Niederlage die Coburger Halle.
So konnte dann auch TSL-Coach Uli Hillebrand seine Enttäuschung über die verlorenen Punkte nicht unterdrücken: "Wir haben in der ersten Viertelstunde unsere beste Saisonleistung gezeigt, waren hochkonzentriert und hatten einen wahrlich traumhaften Start. Wir haben uns, nachdem die Coburger die Abwehr umgestellt hatten, selbst bestraft! Nicht der HSC III hat gewonnen, sondern wir haben verloren."


TSL über Rückraum erfolgreich

Die wenigen mitgereisten TSL-Anhänger sahen zunächst ein Spiel, das von ganz starken Aktionen des Lichtenfelser Rückraums geprägt war. Cornelius John und Jonas Höfner überwanden die überforderte Abwehr des Gastgebers mit klasse Würfen aus der zweiten Reihe, die die 6:1-Führung einbrachten. Simon Schröck am Kreis wurde vom HSC III ebenfalls nicht gut genug gedeckt. Beim 10:4 für den Gast (15.) durch Johannes Söllner nahmen die Coburger eine Auszeit.
Die neue Deckungsvariante brachte den Gastgebern schließlich Erfolg. Die Gäste wurde zu Fehlern gezwungen, die die HSCler zu Kontern einluden. Die jungen Coburger, die mit vielen A-Junioren bestückt waren und mit Michael Häfner nur einen Routinier in ihren Reihen hatten, kämpften sich Tor um Tor heran und glichen nach 27 Minuten zum 12:12 aus. Ein beherzter Wurf von Cornelius John brachte den 12:13-Halbzeitstand. Die ersten 20 Minuten der zweiten Hälfte waren ein offener Schlagabtausch. Die Angriffe der TSL hatten jedoch zu wenig Struktur, die Abwehr verschob zu langsam. Dazu kamen mehrere Strafzeiten für die Gäste, die schließlich in der 39. Min. erstmals ins Hintertreffen gerieten (15:16).


Lichtenfelser überfordert

Lichtenfels agierte über weite Strecken hilflos und überfordert. Viele Fehler bestimmten nun das Gästespiel, was die HSC-"Dritte" zu nutzen wusste. Mit einer glänzenden Abwehr und schnell vorgetragenen, cleveren Angriffen lag Coburg nach 55 Minuten mit 23:20 in Front.
Die Korbstädter bissen und kämpften bis zum Abpfiff. Ein Pfostentreffer beim Strafwurf und zwei leichtfertig weggeworfene Bälle in der Endphase kennzeichneten allerdings das Unvermögen der TSL. Das kam dem Gastgeber gelegen, um seinen Vorsprung noch bis zum 25:21-Endstand zu erhöhen.


Die Statistik

HSC Coburg III: Apfel, Hennig - Carl (1), Anthofer (1), Baumeister (1), Dude (6), Harreß, Häfner (3), Herfelder (6), Merkwirth (1), Pernet (6/4), Baucke / TS Lichtenfels: Renner, Ottolinger - Rödel (3), A. John, Macheleid, Schulze (1), Rießner, Schröck (2), Mahler (1), Cakir, Söllner (1), C. John (7/2), Höfner (6)