Das Spitzentrio der Fußball-Kreisliga Kronach hat sich zum Vorrundenabschluss keine Blöße gegeben. Tabellenführer SC Jura Arnstein hatte beim 1:0 gegen Stockheim allerdings große Mühe, drei Punkte einzufahren. Verfolger DJK Lichtenfels gewann am Ende beim SCW Obermain noch deutlich mit 4:0, und der Dritte SV Friesen II behauptet sich mit 3:1 gegen den VfR Johannisthal.

Der FC Lichtenfels zog gegen den TSV Weißenbrunn mit 1:2 den Kürzeren und setzte seine Heimmisere (ein Punkt aus den letzten vier Heimspielen) fort.

Die SpVgg Lettenreuth durfte sich über einen 4:1-Sieg gegen den FC Burgkunstadt freuen, womit der Absteiger auf Tuchfühlung zur Spitze bleibt. Einen Punkt ergatterte der FC Marktgraitz beim TSV Ludwigsstadt zufrieden in letzter Minute (2:2).

SC Jura Arnstein - FC Stockheim 1:0

Lautstarke Anfeuerungsrufe durch die eigenen Mitspieler, aber zu wenig Laufbereitschaft auf beiden Seiten kennzeichneten die Spielweise beider Mannschaften im ersten Abschnitt. Dass kein Team dabei eine nennenswerte Torchance verbuchte, unterstreicht das niedrige Niveau vor der Pause. Nach dem Seitenwechsel schaltete Arnstein läuferisch einen Gang höher, ohne im Abschluss zu überzeugen. Die einzig echte Chance besaß Raab mit seinem Flachschuss an den Außenpfosten. Die Stockheimer, die in Hälfte 1 noch mehr Spielanteile hatten, sahen sich zunehmend in der Defensive. Arnsteins Angriffsspiel war nun variabler und entschlossener. Dies führte zu mehreren Eckbällen und Freistößen für die Jura-Boys. SC-Spielertrainer Hopfenmüller hatte seinen Spielern in der Kabine noch gesagt, dass man nur über eine Standardsituation zum Erfolg kommen würde. Fünf Minuten vor Schluss sollte er recht behalten. Schütz trat einen Eckball nach innen, und Tremel köpfte das Leder ins Netz. wre TSV Ludwigsstadt - FC Marktgraitz 2:2

In der 10. Minute brachte Feuerpfeil den TSV in Führung. Nach einem Eckball fiel ihm der Ball vor die Füße und er netzte aus fünf Metern ein. Das Spiel wogte hin und her, ohne große Torszenen. Ludwigsstadt war zwar die gefährlichere Mannschaft, im letzten Drittel fehlte ihr jedoch die Genauigkeit. Kurz vor der Pause glichen die Marktgraitzer nach einem berechtigten Strafstoß durch Bülling aus. In der 61. Minute verwandelte Lippert einen berechtigten Handelfmeter für den TSV. Der verpasste es anschließend, den Sack zuzumachen, spielte vor allem seine Konter zu unsauber aus. Die "Graatzer" besaßen aus dem Spiel heraus keine Chancen, spielten aber gefälliger. Mit der letzten Aktion kamen sie zum 2:2. Welsch setzte sich im Strafraum durch, legte quer und Fojer musste nur noch zum verdienten Ausgleich einschieben (90.). red SCW Obermain - DJK Lichtenfels 0:4

In der ersten halben Stunde sah der SCWO nicht wie der klare Verlierer aus. Die Heimelf zeigte kämpferisch eine gute Leistung, doppelte die Schlüsselspieler der favorisierten DJK oft erfolgreich und hatte sogar mehr Ballbesitz. Im Spiel nach vorne mangelte es jedoch an Kreativität. Einzig M. Will kam nach einem weiten Pass einen Schritt zu spät gegen DJK-Torwart Surenthiran (13.). Auch ein Will-Abseitstor wurde vom guten Schiedsrichter zu Recht aberkannt. Die Schlüsselszene in der 40. Minute: Bei einem DJK-Steilpass stand Bozkaya im Abseits, ließ den Ball aber durch. Gäste-Spielertrainer Koch setzte als einziger nach, passte nach innen, wo Bozkaya einschob. Der Assistent ließ weiterlaufen, weil er - wie er nach dem Spiel erklärte - die Hereingabe durch den Abwehrversuch von SCW-Schlussmann Berthold als neue Spielsituation wertete. Nach der Pause setzte Weismain erneut die ersten Akzente. Will vergab (47.) und Al Lami wurde geblockt (53.). Danach jedoch waren die Kräfte der Heimelf, die viel investierte, um die spielstarken Gäste in Schach zu halten, aufgebraucht. Die überragenden DJK-Akteure, Koch und Bozkaya, brannten ein Feuerwerk ab. Ein Koch-Pass kam im richtigen Moment, Bozkaya blieb eiskalt - 0:2 (56.). Beim 0:3 nahm Koch den Ball nach langem Pass gekonnte mit und vollstreckte unhaltbar von der Strafraumgrenze (66.). Die Heimelf hatte nichts mehr entgegenzusetzen. Die Gäste wirbelten. Bozkaya erhöhte zum 0:4-Endstand (76.). asch

SpVgg Lettenreuth - FC Burgkunstadt 4:1

Das Spiel begann zerfahren, etliche Abspielfehler, kleine Fouls und ein Torwartfehler der Hausherren hätten beinahe in der 2. Minute die Führung der Gäste bedeutet. In der 12. Minute köpfte Kleuderlein freistehend aus fünf Metern übers Tor der Heimelf. Die erste Lettenreuther Chance nutzte Hillebrand gleich aus, als er eine Kopfballverlängerung zum 1:0 einnetzte (17.). Zwei Minuten später fiel das 2:0 durch Fischer Dirk, der aus 25 Metern abzog. Sein abgefälschter Schuss war für Torwart Aumüller unhaltbar. Mitte der ersten Hälfte kam Burgkunstadt besser ins Spiel, Chancen durch Portner und Schamel blieben aber ungenutzt. Das 3:0 folgte in der 43. Minute durch Pfaff, der alleine vor Torwart Aumüller auftauchte und aus vier Metern souverän einschob. Gleich nach der Pause köpfte Hillebrand nach einer Ecke an den Pfosten des Gästetores, und Stottele scheiterte im Nachschuss an Aumüller. Chancen gab es auf beiden Seiten zuhauf. Für das 4:0 sorgte erneut Hillebrand, als er den Ball gekonnt über Aumüller einschoss (60.). Zum Ehrentreffer der Gäste kam es in der 75. Minute. Einen Schuss von Portner ließ Torwart Koray abprallen. Beim Rettungsversuch setzte Fischer den Ball in die eigenen Maschen. Als kurz darauf Partsch die Gelb-Rote Karte bekam, drängten die Gäste auf einen weiteren Treffer. Es blieb aber bis zum Schluss beim verdienten Sieg der SpVgg. rewa FC Lichtenfels II - TSV Weißenbrunn 1:2

In der ersten Hälfte waren die Gäste giftiger in den Zweikämpfen und ließen kaum Offensivaktionen der Heimelf zu. Im Spiel nach vorne brachten die Weißenbrunner die Lichtenfelser Abwehr des öfteren in Verlegenheit. Durch Abwehrfehler begünstigt führten die Gäste nach Toren von Wolf und Brendel zur Pause verdient mit 2:0. Nach dem Seitenwechsel hatten die Lichtenfelser Glück, als Brendel den Ball an die Latte des FCL-Tores setzte. Diese Aktion rüttelte die Korbstädter auf. In der 52. Minute setzte Hatzold nach einem Eckball die Kugel per Kopf an den Pfosten und netzte den Nachschuss zum 1:2 ein. Die Lichtenfelser drängten die TSVler zurück und hatten durch Pfadenhauer, Fischer und Pranjic Ausgleichschancen. Die Gastgeber brachten den Vorsprung aber mit Kampf und Glück über die Zeit. neck