Der Aufwärtstrend der vergangenen Wochen, der schon bei der knappen Niederlage beim Ligaprimus in Erlangen und beim Remis beim Zweiten TSV Buch zu erkennen war, hielt an. Hochverdient, mit einer klar erkennbaren Spielstrategie, äußerst diszipliniert und laufstark präsentierten sich die Lichtenfelser in der Partie der Fußball-Landesliga Nordost gegen Neudrossenfeld.


Landesliga Nordost

FC Lichtenfels -
TSV Neudrossenfeld 2:0 (1:0)

Dabei sah es zu Beginn gar nicht nach einem Heimsieg aus. Sehr dominant traten die Gäste in den ersten Minuten auf. Sie ließen den Ball geschickt durch die eigenen Reihen laufen und bauten sehr viel Druck auf die FCL-Defensive auf. Bereits in der vierten Minute hätte es schon im Gehäuse von Rene Schulz klingeln können, doch der Lichtenfelser Torhüter reagierte bravourös und klärte gegen Greef aus kurzer Distanz.


Lichtenfels lauert auf Konter

Der FCL stand sehr tief und lauerte auf Konter, die Neudrossenfeld in der ersten Viertelstunde aber nicht zuließ. Dann fasste sich Jankowiak ein Herz, zog aus 20 Metern ab, zielte jedoch zu zentral. Nach 17 Minuten fiel dann der zu diesem Zeitpunkt überraschende Führungstreffer: Einen langen Lulei-Einwurf von rechts verlängerte Hönninger per Kopf an den langen Pfosten, Lukas Dietz stand völlig blank und nickte zum 1:0 ein.
Nun kam die Heimelf immer besser in die Partie, war viel präsenter in den Zweikämpfen, musste sich aber zunächst noch einmal bei ihrem Keeper bedanken, der ein Freistoß-Geschoss von Hahn aus 25 Metern mit einer Glanzparade um den Pfosten lenkte und damit den Ausgleich verhinderte.
Zwar hatte der TSV immer noch mehr Ballbesitz und spielte technisch anspruchsvollen Fußball, im letzten Angriffsdrittel blieb dann aber doch vieles Stückwerk - was auch an der starken Lichtenfelser Defensivabteilung lag. Die Heimelf dagegen spielte immer wieder zielstrebige Konter, lediglich der letzte Ball oder der Torabschluss gerieten zu ungenau. Exemplarisch dafür waren die beiden letzten Chancen vor der Pause, als Oppel einmal freistehend vor Grüner den Ball am langen Pfosten vorbeischob und einmal per Kopf am reaktionsschnellen TSV-Torhüter scheiterte.


TSV enttäuscht nach der Pause

Wer nach der Pause ein auf den Ausgleich drängendes Spitzenteam erwartet hatte, sah sich getäuscht. Neudrossenfeld fand im zweiten Durchgang offensiv nicht mehr statt. Lediglich ein paar Freistöße des schussgewaltigen Hahn brachten ab und an Gefahr, wurden aber auch von Mal zu Mal ungenauer. Der FCL konnte in den zweiten 45 Minuten wirklich beeindrucken, ließ jedoch zunächst eine Fülle von teilweise hochkarätigen Möglichkeiten - Oppel, Mahr, Hönninger, Jankowiak - ungenutzt. Nach 70 Minuten fiel dann aber doch der erlösende und überfällige zweite Treffer: Einen Freistoß von Jankowiak klärte Grüner gerade noch mit den Fingerspitzen zur Ecke. Der von Graf getretene und von Hönninger mit den Löckchen verlängerte Eckball fand am zweiten Pfosten Oppel, der das Spielgerät per Direktabnahme unter die Latte drosch. 2:0 - der Drops war gelutscht und der FC Lichtenfels feierte nach langer Durststrecke wieder einen Sieg.
Aus Lichtenfelser Sicht gilt es nun, den Aufwärtstrend zu bestätigen und möglichst auch am kommenden Samstag zum Rückrundenstart zu punkten, auch wenn sich dabei mit der SG Quelle Fürth das nächste Spitzenteam im Karl-Fleschutz-Stadion präsentiert. limm
FC Lichtenfels: Schulz - Dietz S. (87. Goller F.), Schardt, Hellmuth, Graf, Lulei N., Dietz L. (63. Kremer), Mahr (83. Zollnhofer), Jankowiak, Oppel, Hönninger / TSV Neudrossenfeld: Grüner - Gareis, Pauli (81. Dippold), Hahn, Engelhardt, Möckel (71. Hilla), Pötzinger, Sahr (59. Kolb), Bargenda, Günther, Greef / SR: Fischer (SpVgg Ebermannsdorf) / Zuschauer: 250 / Tore: 1:0 Dietz L. (17.), 2:0 Oppel (70.)