Obwohl das letzte Spiel, das aus Sicht der HG Kunstadt erfolgreiche Gipfeltreffen mit der HSG Rödental/Neustadt, bereits drei Wochen zurückliegt, müsste das Männer-Handballteam der HGK aufgrund der dort gezeigten starken Leistung noch immer auf Wolke 7 schweben. Doch damit die Andersson-Truppe bei aller Euphorie nicht noch im alten Jahr die Bodenhaftung verliert, sollte sie aus den beiden noch anstehenden Bezirksoberliga-Partien unbedingt vier Zähler holen.
TV Ebern - HG Kunstadt
Das Besondere daran: Sowohl diese als auch nächste Woche am Freitag heißt der Gegner TV Ebern. Am morgigen Samstag treffen die Kunstadter um 18 Uhr zunächst in fremder Halle auf den Tabellenneunten.
Gegen den Tabellenneunten wäre alles andere als ein Auswärtssieg eine Enttäuschung. Die Fans haben die Bilder vom 29:22-Auswärtssieg in Rödental noch in bester Erinnerung. Die Mannschaft präsentierte sich dort als Einheit, der in dieser Form kaum jemand in der Liga das Wasser reichen kann. Allerdings wäre es ein Schritt in die falsche Richtung, wenn die HG beispielsweise beim heimschwachen TV Ebern plötzlich überheblich ans Werk gehen würde. Coach Andersson weiß, dass der in Rödental gezeigte Zusammenhalt der Schlüssel für künftige Erfolge ist und wird demnach alles daran setzen, die Konzentration hochzuhalten. Dass das Gastspiel bei einem vermeintlichen Außenseiter kein Selbstläufer wird, wissen die Kunstadter noch aus der Partie in Bad Rodach, als man sich gegen den Letzten schwer tat.
Ebern hofft hingegen mit der Unterstützung seiner treuen Fans, die Rolle des "Underdogs" mit viel Leidenschaft und Einsatz auszufüllen. Trainer Matthias Batzner hat mit Haberl, Dürrbeck, Feldmann und Weiß mindestens vier starke Offensivkräfte und mit Luca Ospel einen starken Torhüter. "Wer in eigener Halle gegen den starken HC 03 Bamberg nur mit einem Tor verliert, den darf man auf keinen Fall unterschätzen", warnt demnach Kunstadts Trainer Johan Andersson. mts
TV Weidhausen -
SG Bad Rodach/Großw.
Im Sport verhält es sich wie mit den Börsenkursen. Es ist ein ständiges Auf und Ab. Nur ganz wenige Teams schaffen es, sich über Jahre hinweg eine Spitzenposition zu sichern. Als Fahrstuhlmannschaft entpuppt sich aktuell die SG Bad Rodach/Growalbur. Wer hätte zu Landesligazeiten daran gedacht, dass man dieses Team eines Tages auf dem vorletzten Platz der Bezirksoberliga finden würde.
Exakt gegen diese SG Bad Rodach/Großwalbur treten die Männer des TV Weidhausen am Samstag um 20 Uhr in der Michelauer Mainfeldhalle an. Zwei Unentschieden gegen den TV Gefrees und 12 Bamberg/Hallstadt sowie sieben Niederlagen haben die Gäste bisher auf ihrem Punktekonto (2:16). Doch dass macht sie nicht weniger gefährlich.
So müssen die Weidhausener aufpassen, ihren achten Tabellenplatz nicht zu verlieren. Die 5:11 Punkte verraten, dass auch beim TVW in dieser Saison längst nicht alles rund läuft. Trainer Frank Steinberger hat mit langwierigen Verletzungen wichtiger Leistungsträger zu kämpfen.
Ähnliche Probleme wie der TVW hat auch die SG Bad Rodach/Großwalbur, die öfters mit einer ausgedünnten Bank antreten musste. Das machte es dem Nachfolger von Coach Rüdiger Keller, Stefan Schreier nicht leicht, den Spielfluss der Mannschaft zu fördern.
Bei Weidhausen freut man sich auf die Rückkehr der beiden Brüder Florian und Sebastian Büttner, die zuletzt bei der 25:28-Niederlage beim Meisterschaftsfavoriten Kunstadt zum Einsatz kamen. Hingegen muss Trainer Steinberger auf Timo Goller aufgrund einer Ellenbogenentzündung verzichten. kag