Die Rödentaler von Trainer Niels Greiner kamen in der Altenkunstadter Kordigasthalle zu einem klaren und verdienten 36:27 (19:12)-Auswärtserfolg. Die HGK hatte mit dem Ausfall von gleich mehreren Stammspielern zu kämpfen.
Ohne Nicklas Oester, Daniel Maile, Sebastian Schülein, Max Hildner und David Jung sowie dem noch nicht spielberechtigten Kamil Piskac traten die Kunstadter gegen die erstmals in dieser Saison in Besetzbesetzung auflaufenden Rödentaler an.


HGK früh in Rückstand

Schnell lag die HG mit 1:5 in Rückstand (8.), weil die Gäste über den flinken Andreas Günther konsequent den Tempogegenstoß suchten und mit Sergy Trotsenko den befürchtet starken Rückraumschützen stellten, ehe die Gastgeber die Handbremse lösten und einen Kampf auf Augenhöhe lieferten.
Alexander Kießling zeigte gleich mehrere Glanzparaden, und in der Offensive fanden die Würfe von Hannes Beuerle und Anton Lakiza ihr Ziel. Beim resultierenden 8:10 (16.) beziehungsweise 10:12 (20.) stand die HGK vor der Wende, doch eine ungewohnt schwache Defensive verhinderte den möglichen Ausgleich.


Abwehr steht nich so wie sonst

Im Schnitt hatten die Zelenov-Schützlinge in den bisherigen Spielen 20 Gegentreffer kassiert; am Samstag hatte es bereits nach 30 Minuten 19-mal "geklingelt".
Während HG-Coach Zelenov nach der Verletzung von Marius Petersen personell nichts Adäquates auf der Bank hatte, erhielten auf der Gegenseite Leistungsträger wie Stefan Schuhmann und Trotsenko Ruhepausen. Letztendlich waren es aber die vielen technischen Fehler und die noch höhere Zahl an Fehlwürfen der HGK, die die Partie entschieden.


SG-Torhüter Cichon entnervt die Kunstadter

Mann des Tages war ganz klar Florian Cichon im SG-Tor: Mit über 20 Paraden in den 60 Minuten war er Garant dafür, dass die Rödentaler zur Pause auf 19:12 wegzogen und diesen Vorsprung auch nicht mehr hergaben.
Doch auch in Bestbesetzung hätte sich die HGK gegen die Rödentaler schwer getan. Vor allem die Spieler mit Erfahrung aus höheren Spielklassen, allen voran der neunfache Torschütze Andreas Günther und der gut aufgelegte Stefan Fladt, zeigten die konsequentere Spielanlage. Nach dem 16:26 (40.) kam die HGK jedoch nicht mehr näher als auf 22:31 heran. Am Ende hieß es 27:36 und Rödental feierte die Tabellenführung. mts


Die Statistik

HGK: Kießling, Swoboda, Etterichretz - Lakiza (8/2), O. Oester (5), Deuber (4), Stirbati (4), Beuerle (3), Petersen (3), Zelenov, Gänslein, Volk / SGR: Florian Cichon, Bittermann - Günther (9), Schuhmann (7/7), Trotsenko (5), S. Schuhmann (2), Fabian Cichon (5), C. Schuhmann (2), Fladt (2), Riedel (1), Kraus (1), Zell (1), Eberlein (1), Göpfert / SR: Cyranek, Posanski (Coburg-Neuses)