"Nichts zu holen" lautet das Fazit der Weidhausener Bezirksoberliga-Handballer nach ihrer 27:38-Niederlage beim starken HC 03 Bamberg. Auch wenn die Niederlage sicher etwas zu hoch ausfiel, müssen die Weidhausener die Fehler bei sich selbst suchen, um es in den noch kommenden Spielen besser zu machen.
Im Titelrennen blieb die HG Kunstadt mit dem 33:26-Sieg über die HSC Coburg III in der Spur, ehe es am kommenden Samstag beim HSV Hochfranken um den Titel geht. Der HSV gab in Marktleuthen mit dem 22:22 einen Punkt ab und ist nun mit 33:3 Zählern gegenüber der HGK (35:1) im Hintertreffen.


HSC Coburg III - HG Kunstadt 26:33

Die jungen Coburger zeigten zu Beginn zu große Ehrfurcht vor dem Titelanwärter aus Kunstadt. Die HSCler schauten dem gnadenlos effizienten Spiel des Favoriten bewundernd zu. Doch langsam lösten sich die "GelbSchwarzen" aus der Schockstarre und wehrten sich. Sie kämpften gegen die körperlich stärkeren, robusteren Gäste mit aller Macht an und drückten aufs Tempo. Das zeigte prompt Wirkung. Insbesondere die gut aufgelegten Christopher Härtl, Christian Froschauer, Jannik Merkwirth und Louis Korn trafen. Froschauer warf den HSC in der 21. Min. sogar zum ersten, aber auch zum letzten Mal in diesem Spiel mit 9:8 in Front.
Die Gäste zeigten sich keinesfalls geschockt, sondern erzielten mit Treffern der Oester-Brüder und den beiden wieder genesenen Marco Scholz und Daniel Maile eine 17:13-Pausenführung.
Bis zur 47. Min. zogen die HGKler auf 26:17 davon. In 17 Minuten gelangen den HSClern gerade einmal vier Treffer, und davon waren drei Siebenmeter! Mehr muss man zur Dominanz der Kunstadter nicht sagen. Das Spiel war damit entschieden und die Zelenov-Truppe konnte Kräfte für das Topspiel nächste Woche sparen.
Hervorzuheben ist nicht nur die spielerische Stärke des Spitzenreiters, sondern auch die Tatsache, dass die Gäste fair auftraten und keinerlei Tricks oder Nickligkeiten brauchten, um ihre Klasse und Überlegenheit zu demonstrieren. Es war eine Lehrstunde für die HSC-"Dritte". Die Fans beider Lager sorgten für eine tolle Stimmung in der BGS-Halle.
HGK: Kießling, Etterichretz, Swoboda - Trotsenko (10/4), O. Oester (4), N. Oester (4), Lakiza (4), Scholz (3), Stirbati (3), Maile (2), Deuber (2), Jung (1), Petersen, Steuer


HC 03 Bamberg - TV Weidhausen 38:27

Weidhausen trat ohne Florian Büttner, Dirk de Rooij, David Morgenthum sowie dem langzeitverletzten Timo Goller an. Allerdings starteten auch die Bamberger nicht in Bestbesetzung. Die erste Hälfte war hart umkämpft. Die Gastgeber nahmen bereits früh ihre Auszeit, da der TVW eine hohe Präsenz zeigte und von allen Positionen torgefährlich war. Die Ansage des Bamberger Trainers zeigte Wirkung. Die HCler erhöhten das Tempo, und ihre Anspiele an den Kreis waren ein probates Mittel, die TVW-Abwehr in Verlegenheit zu bringen. Gästetorwart Marcel Schieber entschärfte aber etliche Großchancen, darunter auch einen Siebenmeter, so dass Weidhausen nach der torreichen ersten Hälfte (17:16) im Spiel blieb. Eine Kuriosität am Rande: Der Hausmeister der Georgendammhalle in Bamberg erhielt eine Gelbe Karte wegen Meckerns, obwohl er gar nicht auf dem Spielberichtsbogen stand. In Hälfte 2 sank das spielerische Niveau der Gäste deutlich. Im Angriff ging nichts mehr zusammen. Man suchte viel zu sehr sein Glück in Einzelaktionen. Das bescherte den Bambergern etliche Ballgewinne, die sie eiskalt nutzten. Auch eine Manndeckung gegen den starken "Halblinken" der HCler fruchtete nicht mehr. Die Weidhausener hielten nicht mehr dagegen und fügten sich gegen die hochmotivierten HCler ihrem Schicksal. kag
TV Weidhausen: Schieber, Zapf - Bauer(11/1), Recknagel(9), Pechauf(3), S. Büttner(1), Werner(1), Querfeld(1), C. Büttner(1), Staude, Kenzel