Der FC Lichtenfels hat seinen schwachen Saisonstart in der Landesliga Nordwest vergessen gemacht. Drei Spiele hintereinander haben die Lichtenfelser zuletzt gewonnen, seit vier Partien sind sie ungeschlagen. So soll es für die Mannschaft des Trainer-Duos Oliver Müller/Christian Goller am Samstag (16 Uhr, Karl-Fleschutz-Stadion) weitergehen. Mit viel Selbstbewusstsein geht der FCL in das Duell gegen den viertplatzierten , TSV Unterpleichfeld.

Landesliga Nordwest

FC Lichtenfels - TSV Unterpleichfeld

Hoffnung macht den Lichtenfelser die aktuelle Verfassung des Gegners. Die Formkurve der Unterpleichfelder verläuft genau entgegengesetzt zur Lichtenfelser. Nach exzellentem Saisonstart mit sieben Partien ohne Niederlage und mit 19 Punkten musste der TSV zuletzt reichlich Federn lassen: In den folgenden fünf Partien gelangen nur noch vier Zähler. Die Folge: Nach elf Spieltagen auf einem der beiden Aufstiegsplätze rutschte der TSV auf Rang 4 ab. Der Lichtenfelser Trainer Müller zollt dem Gegner dennoch Respekt, glaubt aber auch an die Siegchance seiner Mannschaft: "Zuletzt lief es bei Unterpleichfeld nicht mehr optimal. Unabhängig von Tabellenkonstellation und personellen Probleme wollen wir unser Spiel durchkriegen und weiter punkten."

Doch die Eindrücke des schwachen Saisonstarts haben sich im Kopf verankert. "Genauso wie nach den vier Niederlagen zu Saisonbeginn und vier punktlosen Heimspielen in Folge nicht alles schlecht war, ist jetzt nach drei Siegen in Folge und zehn Punkten in den letzten vier Auswärtsspielen nicht alles gut", warnt Müller. "Wir sind auf dem richtigen Weg. Nicht mehr und nicht weniger." Diesen Weg gelte es nun, weiter zu beschreiten.

Spielerische Steigerung

Spielerisch lief es für die Lichtenfelser zuletzt immer besser und auch die in der ersten Saisonphase sehr häufigen individuellen Fehler in der Defensive hat das FC-Team abgestellt. Klar ist für Müller aber auch, dass seine Mannschaft weiterhin nur mit tadelloser Einstellung und viel Einsatzwillen in dieser Liga bestehen kann. "Entscheidend wird sein, wie wir als Team die Ausfälle kompensieren können, und dass wir unsere Kämpfermentalität beibehalten", betont Müller. "Denn jeden einzelnen Punkt unserer Trendwende haben wir uns primär erkämpft, auch wenn wir uns spielerisch Stück für Stück gesteigert haben."

Diese Steigerung war zuletzt beim 2:0-Sieg beim TSV Lengfeld zu beobachten. Den Gegner hatten die Lichtenfelser gut im Griff, allerdings spielten ihnen auch zwei Platzverweise der Hausherren in die Karten. Doch auch beim FCL musste ein Spieler mit Rot vom Platz: Martin Hellmuth ist nun gegen Unterpleichfeld gesperrt. Zudem muss die Müller-Truppe auf Lukas Dietz, Stefan Fischer, Luca Ljevsic und Tobias Zollnhofer verzichten.