Drei Punkte hatte der FC Lichtenfels in den ersten fünf Partien nach der Winterpause geholt, am Osterwochenende kamen in zwei Partien vier Zähler dazu. Damit hat das Team des Trainergespanns Alexander Grau/Christian Goller seinen Abwärtstrend gestoppt und damit auch den Klassenverbleib vier Spieltage vor Saisonende unter Dach und Fach gebracht.

Am Karsamstag bezwangen die Lichtenfelser im Heimspiel dank großer Kampfkraft den SC Großschwarzenlohe mit 3:1 (2:0) - beklagten aber erneut Verletzte.

Am Ostermontag holten die FCler beim Tabellennachbarn SG Quelle Fürth mit dem 1:1 einen Zähler. FC Lichtenfels -

SC Großschwarzenlohe 3:1

Der Erfolg war hart erkämpft und möglicherweise teuer erkauft. Bei den sowieso personell schon arg gebeutelten Lichtenfelsern verlängern Pascal Scholz und Christopher Schaller die Verletztenliste. Scholz hatte erheblichen Anteil am Blitzstart der Heimelf, die die Gästeabwehr immer wieder mit langen Bällen aushebelte.

In der 5. Minute schickte Niklas Lulei Stefan Fischer auf die Reise, der aus spitzem Winkel das 1:0 erzielte. Nur drei Minuten später stand es bereits 2:0. Über Pascal Graf und Dennis Schunke kam der Ball zu Scholz, der unter Gästetorhüter Dominik Brunnhübner hindurch einschob. Weitere Möglichkeiten durch Schunke und Schaller blieben ungenutzt. Die Mittelfranken kamen nach 20 Minuten besser in die Partie und zu Chancen. Vor allem Heiko Redl tauchte immer wieder gefährlich vor dem Lichtenfelser Kasten auf. Doch weder er noch Jannik Hettwer und Jannik Schneider überwanden FC-Torwart Christoph Kraus.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts waren die Hausherren erneut hellwach. Zunächst prüfte Scholz den Gästeschlussmann. Dann landete ein langer Ball bei Schaller, der diesen sehenswert über Brunnhübner hinweg zum 3:0 ins Netz hob.

Nur eine Minute später tauchte Lukasz Jankowiak frei im SC-Strafraum auf. Anstatt zu schießen, versuchte er uneigennützig, Fischer einzusetzen - und dies misslang. Und auch in der Folge klappte beim FCL nicht mehr viel. Großschwarzenlohe übernahm das Kommando und hatte gefühlte 70 Prozent Ballbesitz. Nur klare Torchancen blieben aus. So brauchte es einen Elfmeter für den Anschlusstreffer. Lulei hatte Markus Nerreter gelegt, Redl vom Punkt getroffen.

Danach wurde es hektisch. FCL-Torhüter Kraus zeigte bei einem Kopfball von Nerreter und einem Schuss von Redl sein Können. Beim FCL war ein Kräfteverschleiß unübersehbar. Zu viele Verletzte, zu viele Angeschlagene - die Hausherren schleppten sich auf der letzten Rille ins Ziel, alle Lichtenfelser kämpften bis zum Umfallen und warfen sich in jeden Zweikampf. Der Schlusspfiff war wie eine Erlösung: Der Klassenerhalt war geschafft. FC Lichtenfels: Kraus - Mohr, Schardt, Lulei, Graf, Scholz (49. Wagner), Schaller (62. Ljevsic), Schunke (78. F. Goller), Zollnhofer, L. Jankowiak, Fischer / SC Großschwarzenlohe: Brunnhübner - Schmidt (57. Nerreter), Opcin, Hettwer, Kunz, Uluca, Schneider, Bauer, Egerer, Scheuenstuhl (80. C. Nakou), Redl / SR: Urbanczyk (Würzburg) / Zuschauer: 190 / Tore: 1:0 Fischer (5.), 2:0 Scholz (9.), 3:0 Schaller (51.), 3:1 Redl (73., Foulelfmeter) SG Quelle Fürth -

FC Lichtenfels 1:1

Im Nachholspiel entführte der FC Lichtenfels am Ostermontag einen Punkt beim Tabellennachbarn SG Quelle Fürth. Im Frühschoppenspiel - der Anpfiff erfolgte um 11 Uhr - vor 150 Zuschauern lagen die Fürther zur Pause durch den Treffer von Dickson Abiama (36.) vorn, Niklas Lulei besorgte per Kopf den Ausgleich (59.).

Beide Teams, die mittlerweile auch rechnerisch den Klassenerhalt in der Tasche haben, gingen forsch ans Werk. Nach sieben Minuten hatten die Lichtenfelser bereits den Torschrei auf den Lippen, doch der Freistoß von Schunke landete am Innenpfosten. Auf der Gegenseite kam Abiama nach einem Freistoß von Reinholz aus dem Halbfeld am langen Pfosten freistehend zum Abschluss, scheiterte aber aus kurzer Distanz am sehr guten Kraus im Lichtenfelser Tor. Der Nachschuss wurde von den Oberfranken zur Ecke geklärt.

Dem Tabellenstand entsprechend begegneten sich die Teams auf Augenhöhe. Ein Fehler im Spielaufbau der Gäste war dann Ausgangspunkt der Fürther Führung, die Abiama frei vor Kraus markierte (36.). In der Folge bewahrte Kraus bei einem Distanzschuss von Menz (43.) und gegen Abiama (47.) sein Team vor einem höheren Rückstand. Die Mittelfranken hatten nun mehr vom Spiel, aber die Lichtenfelser zeigten sich eiskalt: Nach einem Foulspiel spielten die Gäste den ruhenden Ball aus dem Halbfeld scharf in den Strafraum. Lulei war mit dem Kopf zur Stelle und verlängerte den Ball unhaltbar für Torwart Kredel ins lange Eck zum 1:1-Ausgleich.Die SG Quelle war zwar weiter spielbestimmend, ohne aber den entscheidenden Treffer zu markieren. Die Gäste versäumten es, den ein oder anderen Konter sauber zu Ende zu spielen. So blieb es beim 1:1-Unentschieden. mgal SG Quelle Fürth: Kredel - Seiler (75. Böhm), Meier, Reinholz, Würkert, Uluca, Schimm (90. Canez), Menz, Hutter, Abiama, Haag (64. Lawson) / FC Lichtenfels: Kraus - Mohr, Graf, Schardt, Lulei, Wagner (60. Mex), Schunke, Zollnhofer (79. Fischer), Ljevsic (71. Hatzold), Jankowiak, Pfadenhauer / SR: P. Birkmeir (Rohrenfels) / Zuschauer: 150 / Tore: 1:0 Abiama (36.), 1:1 Lulei (59.)