Der erste Punkt in der Fußball-Landesliga Nordwest ist eingefahren. Das 1:1-Unentschieden des Aufsteigers FC Lichtenfels (16.) beim SV Memmelsdorf (12.) dürfte im Lager des Liganeulings für ordentlich Erleichterung gesorgt haben. Bereits am heutigen Samstag (16 Uhr) steht jedoch schon das nächste richtungsweisende Heimspiel auf dem Plan. Dann gastiert mit dem TSV Karlburg nämlich ein direkter Konkurrent im Kampf um den Ligaverleib im Karl-Fleschutz-Stadion.


Wechselbad der Gefühle

Erst der Rückstand, dann der Ausgleich und ab der 67. Min. sogar eine Überzahl nach der Notbremse des Memmelsdorfer Torwarts Florian Dörnbrack, die jedoch keinen entscheidenden Vorteil brachte. Das Gastspiel der Lichtenfelser in Memmelsdorf war wahrlich ein Wechselbad der Gefühle für das Trainerteam Alexander Grau und Christian Goller.
"Unterm Strich war das Ergebnis, trotz der Überzahl, vollkommen leistungsgerecht, da beide Mannschaften in der Schlussphase noch die Chance auf den Sieg besaßen", ist sich Grau auch knapp eine Woche danach noch sicher und fügt an: "Wir sind absolut zufrieden, weil wir auswärts als Aufsteiger einen Punkt eingefahren haben."
Und genau diesen Punktgewinn sollte man in seiner Wirkung wohl auch nicht unterschätzen. Immerhin bekam der FC Lichtenfels am ersten Spieltag bei der 0:4-Heimklatsche gegen den ASV Rimpar (6.) gleich ordentlich seine Grenze aufgezeigt und konnte nun im Memmelsdorf wieder neues Selbstvertrauen tanken. "Genau so ist es", hakt Grau ein und meint: "Am ersten Spieltag haben wir nicht zu unserer Stärke gefunden. Nun haben wir aber gesehen, dass wir absolut konkurrenzfähig sind, wenn wir unsere Leistung abrufen."


Selbstvertrauen getankt

Dieses wiedergewonnene Vertrauen in die eigene Stärke kann der FCL an diesem Spieltag auch sofort gut gebrauchen. Mit dem TSV Karlburg kommt nämlich eine Mannschaft nach Lichtenfels, die nicht nur als direkter Konkurrent im Kampf um den Ligaerhalt gilt, sondern auch jede Menge Erfahrung mitbringt. Seit dem Aufstieg 2012 kämpft der TSV Jahr für Jahr äußerst ausdauernd und erfolgreich gegen den Abstieg. Genau diese Zielsetzung gaben die Verantwortlichen in Karlburg vor der Saison nun wieder aus und hätten deshalb wohl nichts gegen eine Wiederholung des letztjährigen elften Platzes im Abschlussklassement.
Zu ausreichend Treffern soll dabei vor allem wieder Stürmer Szymon Dynia beitragen, der bereits in der vergangenen Saison immer wieder für Furore sorgen konnte.


Karlburg hat auch nur einen Punkt

Nach dem 1:1-Unentschieden zum Auftakt in Höchberg mussten die Unterfranken zuletzt jedoch beim 0:2 zu Hause gegen den starken Aufsteiger TSV Unterpleichfeld den ersten Dämpfer der jungen Saison hinnehmen. "Wir haben uns einen Heimsieg zum Ziel gesetzt, schließlich muss man irgendwann auch Dreier holen, wenn man in der Liga bleiben will", macht Trainer Grau keinen Hehl aus den Lichtenfelser Plänen für das kommende Heimspiel, warnt aber auch: "Es wird sicherlich ein enges Spiel, weil Karlburg sehr viel Erfahrung mitbringt und im Abstiegskampf schon ordentlich erprobt ist." berg
FCL: Rossbach, Köster - Graf, F. Goller, Hellmuth, Schardt, Aumüller, S. Dietz, L. Dietz, Gutgesell, Hempfling, Hönninger, Jankowiak, Scholz, Zollnhofer, Wige, Fischer, Oppel