Das Hinspiel vor 13 Monaten ging in Lichtenfels mit 2:6 verloren, das Rückspiel in Schweinfurt gewann die Freie Turnerschaft am Tag der deutschen Einheit ebenfalls sehr deutlich. Mit 5:0 wurde das Team des FCL-Trainergespanns Christian Goller/Oliver Müller wieder nach Hause geschickt. Die Lichtenfelser fielen damit in der Tabelle hinter die Schweinfurter und den SV Friesen (3:1-Sieger über die DJK Schwebenried-Schwemmelsbach) zurück auf Rang 7.

Landesliga Nordwest, Herren

FT Schweinfurt - FC Lichtenfels 5:0

"Das war ein gebrauchter Tag für uns", zog der Sportliche Leiter des FCL, Christopher Fischer, sein Fazit nach der Schlappe in Unterfranken, schränkte allerdings ein, dass "das 0:5 nicht die wahren Kräfteverhältnisse widerspiegelte".

Die Lichtenfelser spielten zu Beginn gut mit und hielten die Gastgeber von ihrem Tor fern. Christopher Schaller prüfte den FT-Torhüter Simon Mai mit einem Flachschuss aus 20 Metern. In der 12. Minute passte die FCL-Abwehr allerdings nicht auf, als ein langer Ball aus der Schweinfurter Abwehr über Popp zu Tyrell Walton kam, der aus 16 Metern ins lange Eck traf. In der 23. Minuten legten die Freien Turner nach.

Dominik Popp erhielt im FCL-Strafraum ein Zuspiel von der Mittellinie und markierte mit einem sauberen Lupfer über Torwart Jan Kapitz seinen 22. Saisontreffer.

Noch vor der Pause erhöhten die Gastgeber auf 3:0, nachdem die Lichtenfelser Abwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone gebracht hatte. Pascal Rinbergas traf aus halblinker Position gefühlvoll in den Winkel.

Zollnhofer probiert es mehrmals

Die Gäste bemühten sich nach dem Seitenwechsel um eine Resultatsverbesserung. Tobias Zollnhofer probierte es dreimal mit Flachschüssen - allerdings ohne Erfolg. Fast im Gegenzug drosch Maximilian Mosandl einen 25-Meter-Freistoß aufs FCL-Tor, der scharfe Ball rutschte Kapitz über die Fäuste zum 4:0 ins Tor.

"Einige Male bremste uns auch der Schiedsrichterassistent mit strittigen Abseitsentscheidungen aus", meinte Fischer, gestand aber auch, dass "wir wohl vier Stunden hätten spielen können und kein Tor erzielt hätten". Dass die Gäste stark ersatzgeschwächt antraten, lässt Fischer nicht als Ausrede zu. "Wir hatten 14 landesligataugliche Spieler dabei. Doch vor dem Tor fehlt uns die Entschlossenheit."

Die Schweinfurter nutzten dagegen ihre acht Chancen eiskalt zu fünf Treffern. Den fünften erzielte Rinbergas elf Minuten vor Schluss zum Endstand. Ein Geburtstagsgeschenk für den am Samstag 53 Jahre alt gewordenen Trainer Oliver Müller sieht anders aus. Nach der 0:5-Ernüchterung stieß der Coach aber mit seinem Team auf der Heimfahrt trotzdem auf seinen Jahrestag an.

Am kommenden Samstag (16 Uhr) erwarten die Lichtenfelser den Tabellenvierten FC Geesdorf. "Die liegen uns besser als die Schweinfurter", glaubt Fischer und erwartet ein Spiel auf Augenhöhe. us

Die Statistik

FT Schweinfurt: S. Mai - J. Mock, Kraus, Heusinger (75. S. Werner), Reith (64. L. Wagner), Öztürk, Walton, Mosandl (75. Reuß), Rinbergas, Y. Saal (64. P. Werner), Popp (78. Herrmann) / FC Lichtenfels: Kapitz - L. Dietz, Wige, Schardt, Funk, Scholz, C. Schaller (69. M. Jankowiak), Mahr (64. Graf), Zollnhofer, L. Jankowiak, Pfadenhauer / SR: A. Arnold (Waldberg) / Zuschauer: 120 / Tore: 1:0 Walton (12.), 2:0 Popp (23.), 3:0 Rinbergas (38.), 4:0 Mosandl (54.), 5:0 Rinbergas (79)