Das torlose Unentschieden am letzten Spieltag der Fußball-Landesliga-Saison erfüllte ganz die Erwartungen von Ebensfelds Trainer Klaus Gunreben: "Wir sind nach Abtswind mit der Hoffnung gekommen, nicht die Bude voll zu bekommen", sah er seine Vorgabe beim 0:0 gegen den personell stärker besetzten und in der Tabelle auf dem vierten Platz stehenden Gegner erreicht. Um dort mehr zu wollen, argumentierte Gunreben später, seien die Unterschiede zwischen beiden Mannschaften einfach zu groß.


Lob für Torwart Heiko Brückner

Läuferisch und taktisch mochte er von den Seinen dennoch Leistung sehen, in den Zweikämpfen galt es im Hinblick auf die bevorstehenden Relegationsspiele aber das eigene Risiko zu minimieren. "In der ersten Halbzeit haben wir durch Glück und dank einer guten Torwartleistung das Ergebnis gehalten", berichtete Ebensfelds Trainer und attestierte dem Gegner bis zum Seitenwechsel die bessere Darbietung.
Vier große Chancen waren für die Abtswinder zu zählen, sodass sein Gegenüber Thorsten Götzelmann, der dieses Amt zur neuen Saison aus persönlichen Gründen abgibt und Petr Skarabela als seinen Nachfolger weiß, folgerte, dass sein Team "mindestens mit zwei Toren in die Halbzeit" hätte gehen müssen. Zugleich bestätigte er eine starke Leistung von Ebensfelds Torhüter Heiko Brückner. Der 30-Jährige stand erstmals seit Ende Oktober, als er sich im Spiel gegen Memmelsdorf eine Zerrung zugezogen hatte, wieder im Tor. Nachdem es den jungen Maximilian Reschke in der Vorwoche beim Aufwärmen erwischt hatte und der 19-Jährige nun ausfiel, stand Brückner wieder im Kasten.


Elfmeter für Abtswind kurz vor Schluss

Als sich alle Anwesenden am Ende bereits auf ein für beide Seiten akzeptables Unentschieden eingestellt hatten, traf Ebensfelds Dominik Scheler den Abtswinder Carl Murphy unglücklich am Fuß und verursachte dadurch einen Foulelfmeter. Bei dessen Ausführung scheiterte Przemyslaw Szuszkiewicz, ansonsten ein sicherer Schütze, aber am Pfosten. "Unnötig, aber berechtigt", bewertete Gunreben den Strafstoß und beschrieb einen an Höhepunkten armen Verlauf der zweiten Halbzeit: "Ich habe ansonsten keine Chance für Abtswind gesehen", meinte Ebensfelds Trainer und geht - wie in den vorherigen beiden Jahren - mit seiner Mannschaft in die Saisonverlängerung.


Am Donnerstag in Mönchröden

Nach der Auslosung der Relegation auf Verbandsebene am Sonntagmorgen im niederbayerischen Bogen steht hierzu auch fest, dass sich die Ebensfelder in der ersten Runde um den Verbleib in der Landesliga gegen den TSV Mönchröden als Zweitem der Bezirksliga Oberfranken West beweisen müssen. Am Donnerstag, 26. Mai, an Christi Himmelfahrt, treten sie um 16 Uhr zuerst in Mönchröden an und bestreiten drei Tage später am Sonntag, 29. Mai, 16 Uhr, das Rückspiel zu Hause. Geht Ebensfeld aus dieser Paarung als Sieger hervor, darf er in Runde 2, die am 1. Juni sowie am 4. oder 5. Juni gegen den Sieger aus Bayreuth II und Poppenreuth stattfindet, um einen Platz in der Landesliga spielen.


Die Statistik zum Spiel

TSV Abtswind: Warschecha -Gibfried, Wirsching, Wirth, Hämmerlein, Hofmann, Gnebner (56. Herrmann), Murphy, Szuszkiewicz, Dan (69. Mrugalla), Otto (87. Kniewasser) / TSV Ebensfeld: Brückner - Schug, Stölzel, Gründel (27. Eideloth), C. Quinger, Grünert, Amon (69. Lempa), Popp, Kremer, Häublein, Dierauf / SR: K. Popp (Veitsbronn) / Zuschauer: 200 / Besondere Vorkommnisse: Szuszkiewicz (Abtswind) schießt Foulelfmeter an den Pfosten (89.)