Der Fußball-Landesligist TSV Ebensfeld war mit hohen Erwartung in die beiden Spiele am Osterwochenende gestartet - und wurde enttäuscht. Gegen die DJK Schwebenried setzte es eine 0:2-Auswärtsniederlage, gegen den TSV Karlburg kamen die Ebensfelder nach einer 1:0-Führung nicht über ein Unentschieden hinaus.

DJK Schwebenried -
TSV Ebensfeld 2:0

"Das war eine harte Nuss", gab DJK-Trainer Mario Schindler nach dem Abpfiff zu. Mit 2:0 hatte seine Mannschaft gegen den TSV Ebensfeld gewonnen, eine Halbzeit lang tat sich das Team aber schwer, wobei die Gäste ihre Möglichkeiten hatten. "Bei Kontern hatten sie mehrere gute Chancen, und wenn unser Uwe Ziegler nicht zweimal mit letztem Einsatz noch reingesprungen wäre, hätte es durchaus ein Gegentor geben können", so der DJK-Coach.
Freilich hatten auch die Gastgeber ihre Torgelegenheiten: Der quirlige Jens Rumpel traf mit einem sehenswerten
Schuss aus der Drehung nur den Pfosten (29.). Glück hatten die Hausherren indes, als Alexander Müller bei einer verunglückten Rückgabe seinen Torwart Nico Herold überköpfte. Herold bekam das Leder zwar noch zu fassen, Referee Holger Hofmann entschied aber erst auf Tor, nahm den Treffer nach Rücksprache mit seinem Linienrichter jedoch wieder zurück (41.).
So kam der Führungstreffer aus Sicht der Gastgeber zur rechten Zeit: Mit dem Pausenpfiff verwertete Rumpel Christoph Weeths Freistoß-Vorlage mit dem Kopf zum 1:0. Fortan hatten die Unter- die Oberfranken im Griff. Die Ebensfelder kamen zu keiner Torchance mehr. Für die Entscheidung sorgte der von Manuel Weißenberger sicher verwandelte Foulelfmeter (65.). Am Ende gönnte sich Coach Schindler mit seiner Einwechslung noch selbst ein paar Landesliga-Minuten.
DJK Schwebenried - TSV Ebensfeld 2:0
DJK Schwebenried/Schwemmelsb.: Herold - Zöller, Ziegler, Müller (71. Mützel), Stürmer, Cäsar (66. Greubel), Weeth, Vierheilig (81. Schindler), Weißenberger, Fleischmann, Rumpel / TSV Ebensfeld: Reschke - Schug (66. Vogt), Stölzel, Alt (55. Gründel), Chr. Quinger, Grünert, Amon, Popp, Dom. Kremer, B. Quinger (55. Häublein), Eideloth / Tore: 1:0 Rumpel (45.), 2:0 Weißenberger (65./Foulelfmeter) / SR: Hofmann (Langenfeld) / ZS: 200

TSV Ebensfeld -
TSV Karlburg 1:1

Bei böigem Wind entwickelte sich eine zerfahrene, kampfbetonte Partie. Die erste echte Gelegenheit ergab sich erst nach zehn Minuten, als die Gäste einen Freistoß an der Strafraumgrenze zugesprochen bekamen. Doch der Versuch brachte nichts ein. Die Karlburger verzeichneten eine weitere Chance, ehe sich die Ebensfelder erstmals in der Offensive bemerkbar machten. Ein Kopfball von Christian Quinger nach einer Freistoßflanke stellte jedoch keine Prüfung für den Gästeschlussmann dar. Dann erhielten die "Gelb-Weißen" an der Mittellinie einen Freistoß zugesprochen. Thomas Stölzel schlug das Leder hoch vor das gegnerische Tor, wo Kevin Popp das Leder zum 1:0 über die Linie drückte.
Gleich zu Beginn der zweiten Spielhälfte hatten die Karlburger den Ausgleich auf dem Fuß, als nach Abstimmungsproblemen der heimischen Hintermannschaft Szymon Dynia im Fünfmeterraum an den Ball kam und freie Bahn hatte. Mit letztem Einsatz konnte jedoch Dominik Eideloth den Schuss blocken.
Die Karlburger übernahmen nun zusehends die Kontrolle gegen die tiefstehende Heimelf, die sich ausschließlich aufs Kontern verlegte. So sollte ein Gegenstoß über Kevin Popp die einzige gefährliche Aktion der "Gelb-Weißen" in Durchgang 2 bleiben. Nach 56. Minuten wurden die Unterfranken für ihre Angriffsbemühungen schließlich belohnt: Nach einem Pass in die Schnittstelle der Viererkette tauchte Szymon Dynia vor Torhüter Maxi Reschke auf und schob die Kugel zum 1:1 ins Netz.
Den Einheimischen war der Kräfteverschleiß nun anzumerken, und sie schafften es nicht mehr, Akzente nach vorne zu setzen. "Im Gegensatz zu den letzten drei Spielen war ich mit der Leistung meiner Mannschaft nicht zufrieden", sagte TSV-Trainer Klaus Gunreben nach dem Spiel. "Wir haben zwar wieder toll gekämpft, spielerisch war uns aber der Gast überlegen. Bei dem böigen Wind hätten wir auch mehr flache Bälle spielen müssen. Das Gegentor war in der Entstehung zwar etwas glücklich, doch für Karlburg verdient."
TSV Ebensfeld - TSV Karlburg 1:1
TSV Ebensfeld: Reschke - Schug, Stölzel, Alt, C. Quinger, Amon, Popp, Do. Kremer, Häublein (75. Gründel), B. Quinger, Eideloth / TSV Karlburg: Karl - Walter, Wießmann, Schramm, Seubert, Bachmann (80. Kriebs), Seeger (70. Wabnitz), Dynia, Römlein, Lehofer, Schiebel / SR: Ziegler (Lindach) / Zuschauer: 200 / Tore: 1:0 Popp (44.), 1:1 Dynia (65.)