Drei Spiele, drei Niederlagen - als einziges Team in der Fußball-Landesliga Nordwest steht der FC Lichtenfels noch ohne Punkt in der Tabelle. Das soll sich für das Team des Trainergespanns Christian Goller/Oliver Müller am Samstag (18 Uhr) im Karl-Fleschutz-Stadion ändern. Zu einem Derby gastiert der FC Coburg.

Das Spiel steht unter besonderen Vorzeichen, schließlich ist der langjährige FCL-Coach Alexander Grau zu dieser Saison als Sportdirektor zum FCC gewechselt.

Goller hofft auf Trendwende

"Das Spiel ist vielleicht das Derby mit der höchsten Brisanz, weil Alex ja nach Coburg gewechselt ist. Für uns ist es aber egal, welcher Gegner kommt, wir müssen schauen, dass wir bessere Leistungen zeigen, dann punkten wir auch", sagt FCL-Trainer Goller.

Die Coburger sind gut in die neue Saison gestartet. Vier Punkte stehen nach drei Spielen zu Buche - zusammen mit sechs anderen punktgleichen Mannschaften rangiert Coburg damit im Mittelfeld der Liga. Angesichts dieser Ausgangslage wird das kommende Heimspiel zu einer Herausforderung für die Jungs um Trainer Goller. Er hofft auf eine Trendwende: "Das wird kein leichtes Spiel, aber leichte Spiele gibt es in dieser Liga ohnehin nicht. Die Partien sind alle eng, und uns gelingt es am Samstag hoffentlich mal, solch ein enges Match zu gewinnen."

Es hakt in vielen Bereichen

Die Lichtenfelser warten noch auf ihren ersten Punkt. Auch am vergangenen Wochenende in Memmelsdorf setzte es eine Niederlage. Nach 90 Minuten hieß es 0:3 aus Sicht des FCL. "Das Ergebnis fiel aus unserer Sicht ein bisschen zu hoch aus. In der ersten Halbzeit war es ein ausgeglichenes Spiel. Das war kein gutes Spiel und dazu noch arm an Chancen. Wir haben das Spiel durch einen Doppelschlag kurz nach der Halbzeit verloren. Da haben wir zweimal schlecht verteidigt, genauso wie beim dritten Gegentor", fasst Goller zusammen.

Will man beim FC Lichtenfels die ersten Zähler einfahren, müssen solche Fehler in der Defensive abgestellt werden. "Mit zehn Gegentoren in drei Spielen kann man in dieser Liga nichts holen", seufzt Goller. Dabei war eine stabile Defensive in der Vorsaison noch das Prunkstück des FCL. Nicht so in dieser Spielzeit: In Euersbach ließ sich die Mannschaft zweimal auskontern, und in den Derbys gegen Memmelsdorf und Friesen brachten Abwehrfehler den Gegner auf die Siegerstraße.

Da nützt es auch nicht, wenn die Mannschaft von Goller phasenweise das Spiel bestimmt. "Der Vergleich zum Gegner interessiert mich als Trainer nicht. Mein Fokus liegt auf unserer eigenen Leistung, und die ist momentan einfach zu weit weg. Es gibt noch viele Bereiche, in denen wir noch eine Schippe drauflegen müssen." FC Lichtenfels: Köster, Michel - L. Dietz, Funk, Graf, Hellmuth, Mex, Mohr, Pfadenhauer, Schaller, Schamel (?), Schardt, Schunke, Wagner, Wige, Zillig, Zollnhofer