Es war ein kurioses Spiel, das sich da zwischen den Keglern des SKK Landshut und des Baur SV Burgkunstadt zutrug: Die Heimmannschaft gewann in sechs Matches fünfmal den ersten Satz und viermal den letzten Satz - klar, dass sie dann am Ende mit 14:10 Sätzen vorne liegt und damit auch insgesamt gewonnen hat. Denkste! Der Baur SV war es, der das Spiel mit 6:2 für sich entschied.


Bayernliga, Herren

BMW SKK Landshut -
Baur SV Burgkunstadt 2:6
(2:4, 3210:3225)

Die Burgkunstadter siegten auf der schwer bespielbaren, weil staubtrockenen Anlage des SKK Landshut, obwohl sie in keiner Begegnung mehr als zwei Sätze gewonnen hatten. Vier Duelle endeten 2:2, viermal hatten die Kegler vom Obermain durch die Holzzahl die Nase vorne.
Betrachtet man das Gesamtergebnis, so kann man aber durchaus von einem verdienten Sieg sprechen, denn sowohl im Abräumen (1071:1044) als auch im Gesamtholzergebnis war der Baur SV das bessere Team. Mit diesem Erfolg haben die Schuhstädter den Klassenerhalt in der eigenen Hand - denn wenn man die beiden verbleibenden Heimspiele gegen die beiden Tabellenletzten gewinnt, dann ist Rang 3 sicher.
Das erste Match des Tages war zugleich eines der packendsten, denn bis kurz vor Schluss war der Ausgang offen. Peter Thyroff gewann Satz 1 mit drei Holz, verlor aber die beiden folgenden und lag 21 Holz zurück. Dank überragender 59 Räumkegel auf der letzten Bahn (gesamt als Tagesbester 200 geräumt) zog er noch hauchdünn am unglücklichen Erber vorbei und rang ihn mit 549:546 nieder. Ohne jede Chance war dagegen auf den anderen Bahnen Johannes Partheymüller gegen den starken Kammermeier. Der Youngster der Gäste gewann zwar Bahn 2 mit 145 Holz, hatte jedoch in die Vollen zu viele Schwächen und unterlag deutlich mit 517:548 Holz.
Im Mittelkreuz musste unbedingt ein Zähler her und auch der Holzrückstand sollte nicht größer werden. Es begann aber nicht gut für die "Schwarz-Gelben", ehe Dieter Kestel mit 162 Holz für die Wende sorgte. Er musste zwar auch bis zum Schluss kämpfen, zeigte aber mit 555 Kegeln ein Topergebnis und hatte knapp, aber verdient gegen Dittmann (548) das bessere Ende für sich.
Auch Sebastian Krötter kämpfte sich nach 0:2 Sätzen zurück und lag vor der letzten Bahn sogar vorne. Dennoch verlor er trotz der größeren Holzzahl (525:521) unglücklich gegen Exner.
Somit gingen die beiden Topkegler der Liga mit dem Ziel in die Bahn, zwei Einzel zu gewinnen und die zehn Miesen aufzuholen. Und wieder verloren beide Satz 1. Der zweite Durchgang ging aber beide Male an den Baur SV, so dass alles wieder ausgeglichen war.
Dann kam der entscheidende dritte Satz, den Patrick Kalb mit 132:116 Holz und Peter Zapf mit 143:110 Holz sicherten, was eine Vorentscheidung für die Kegler vom Obermain war. Kalb erwischte unterm Strich keinen Sahnetag und war sichtlich unzufrieden, 524:519 Holz genügten aber für den wichtigen Mannschaftspunkt.
Zapf ließ nichts mehr anbrennen, spielte wie Kestel 555 Holz und so hatte Süss (535) trotz zweier verlorener Durchgänge klar das Nachsehen. Ein verrücktes Spiel nahm einen glücklichen Ausgang für die Gäste, die kommenden Samstag das Schlusslicht Eichstätt empfangen und alles für eine weitere Bayernligasaison klarmachen können.
Kurios wie dieses Spiel war der ganze Bayernliga-Spieltag, denn in allen Paarungen entführten die Gäste die Punkte: Luhe-Wildenau war überraschend beim Spitzenreiter Kasendorf siegreich und rutschte damit kurzfristig auf Rang 1, allerdings haben die Oberpfälzer ein Spiel mehr absolviert. In jedem Fall hält es den Kampf um den Titel genauso spannend wie die Abstiegsfrage. Einzig Eichstätt (2:6 gegen Zeil) scheint nicht mehr zu retten zu sein. Hirschau sprang mit einem 5:3-Sieg in Karlstadt auf Platz 4. tc