Burgkunstadt
Kegeln

Baur SV Burgkunstadt dreht 1:3-Rückstand

Die Burgkunstadter standen vor den letzten 30 Wurf mit dem Rücken zur Wand, ehe Peter Zapf und Patrick Kalb für die Wende sorgten.
Lange musste der Burgkunstadter Sebastian Kestel gesundheitsbedingt pausieren, in der Rückrunde wurde er vereinzelt eingesetzt. Gegen Karlstadt war er mit starken 545 Holz wieder ein Punktegarant.  Foto: Tom Carl
Lange musste der Burgkunstadter Sebastian Kestel gesundheitsbedingt pausieren, in der Rückrunde wurde er vereinzelt eingesetzt. Gegen Karlstadt war er mit starken 545 Holz wieder ein Punktegarant. Foto: Tom Carl
Für die Zuschauer sind solche Wettkämpfe ein Genuss, wenn die eigene Mannschaft scheinbar aussichtslos zurückliegt und dann auf der letzten Bahn das Blatt noch wendet. Mit 27 Holz Rückstand traten die Bayernliga-Kegler des Bauir SV Burgkunstadt zu den letzten 30 Wurf an, ein 2:6 lag in der Luft, doch dann zeigte vor allem Peter Zapf mit erstklassigen 153 Holz seine Klasse und sorgte zusammen mit Patrick Kalb für die Wende und den 5:3-Erfolg gegen Bavaria Karlstadt.
Der Baur SV steht somit auf dem vierten Tabellenrang. Doch selbst der könnte nicht zum Ligaverbleib der Burgkunstadter reichen. Der Spielleiter des Bayerischen Sportkeglerverbandes (BSKV) hat das mögliche Abstiegsszenario veröffentlicht. Demnach reicht im schlechtesten Fall nur Rang 3 zum sicheren Klassenerhalt.
Dies gilt freilich nur, wenn in den oberen Ligen und den Aufstiegsspielen alles schief läuft.
Realistisch genügt wohl Platz 6, aber von dem sind die Jungs vom Obermain nur einen Zähler entfernt.


Baur SV Burgkunstadt - Bavaria Karlstadt 5:3

(11:13 Sätze, 3196:3170 Holz)
Nach zahllosen Aufstellungsexperimenten griffen die Burgkunstadter diesmal wieder auf die bewährte Aufstellung mit Peter Thyroff und Sebastian Kestel zurück. Thyroff verschlief einmal mehr die erste Bahn, kämpfte sich dann jedoch zurück. Vor allem im Abräumen war er ganz der Alte (202). Dennoch reichte es nur zu einem 2:2 gegen M. Burkard, der sich mit 550:546 den Mannschaftspunkt sicherte. Doch Sebastian Kestelwar Herr der Lage, sicherte sich drei Durchgänge und überzeugte einmal mehr mit 545:526 Holz gegen Rosemann.
Im Mittelpaar schien das Spiel zu Gunsten der Unterfranken zu kippen, da die beiden Jüngsten im schwarzgelben Dress nicht wirklich in Form waren. Kevin Naujoks wirkte vom eigenen Ehrgeiz blockiert und wurde zu Recht nach 30 Wurf gegen Dieter Kestel ausgetauscht. Dieser spielte ordentliche Durchgänge (jeweils knapp über 130), konnte aber das 1:3 gegen Forstner bei 509:542 Holz nicht verhindern. Johannes Partheymüller erwischte einen rabenschwarzen Tag. Er war vor allem im Abräumen chancenlos und unterlag mit schwachen 497 Holz gegen den stärksten Karlstadter, K. Burkard (554) in allen vier Sätzen.


Hoffnungen liegen auf dem Schlussduo

75 "Miese" standen für den Baur SV zu Buche. Angesichts der Aufstellung der Karlstadter machten sich das erfahrene Baur-Schlussduo noch Hoffnung. Patrick Kalb kegelte ordentlich und erreichte mit 538:497 gegen Weid das Minimalziel, den Mannschaftspunkt und einige "Gute".
Gästespieler Alexander Schmitt begann mit 97 in die Vollen furios, Peter Zapf hielt 100 dagegen und drehte Satz 1. Doch dann verlor der Baur-Kapitän die beiden folgenden Sätze mit einem bzw. drei Holz. Zapf setzte dann zum Endspurt an und entnervte mit der Tagesbestleistung von 561 Kegeln den Karlstadter (501) völlig.
Dank des besseren Räumens (1117:1033) kompensierte der Baur SV sein katastrophales Vollenspiel (2079:2137) und siegte letztlich verdient. tc