Die Entwicklung der Kegler-Mannschaft des Baur SV Burgkunstadt geht weiter. In den vergangenen fünf Jahren war eine ständige Steigerung zu erkennen. Zunächst feierte der Baur SV nacheinander die Meisterschaften in der Bezirksoberliga, der Regionalliga und der Landesliga. Im ersten Bayernligajahr gelang dann ein achtbarer fünfter Rang, und heuer schloss Burgkunstadt nach einem 8:0-Kantersieg über den SKK Mörslingen, der somit als Tabellenletzter absteigen muss, die Spielzeit als Tabellenzweiter ab.
Und dies alles, ohne die Mannschaft groß verändert zu haben. In den letzten fünf Jahren blieb der Stamm konstant und wurde aus den eigenen Reihen ergänzt. Die Mischung aus Routine und jugendlicher Unbekümmertheit bildet einen sportlich gelungenen Mix. Fast ärgert man sich in Burgkunstadt, dass drei Heimspiele unnötig verloren wurden, denn nur ein Sieg fehlte und statt Luhe-Wildenau wäre Burgkunstadt Bayernligameister.
Gut Holz Zeil, nach dem zehnten Spieltag noch Tabellenletzter, gelang mit sieben Siegen aus den letzten acht Partien (zuletzt 6,5:1,5 gegen Karlstadt) noch der Sprung auf Rang 3. Absteigen müssen neben Mörslingen die DJK Eichstätt und Landshut, das zur Saisonhalbzeit noch Dritter war. Bavaria Karlstadt hängt am Tropf von Luhe-Wildenau: Sollten die Oberpfälzer die Aufstiegsspiele in die 2. Bundesliga erfolgreich gestalten, dann bliebe Karlstadt in der höchsten bayerischen Spielklasse.


Baur SV Burgkunstadt - SKK Mörslingen 8:0

(18:6 Sätze, 3279:3093 Holz)
Peter Thyroff wird es bedauern, dass die Saison zu Ende ist, denn er hat sich in der Rückrunde von Spiel zu Spiel gesteigert und legte noch einmal ein Sahnestück aufs Parkett. Mit 582 Holz gelang ihm das Topergebnis des Tages. Im hochklassigen Duell mit Steinbinder (567) sicherte er sich bei 2:2 Sätzen den wichtigen ersten Mannschaftspunkt. Unterstützung fand er dabei von Johannes Partheymüller, der diesmal absolut auf der Höhe des Geschehens war. Eine kleine Schwäche in Durchgang 2 glich er mit starken 149 Holz sofort wieder aus und gewann sein Einzel gegen Krahammer souverän mit 3:1 und 545:505. Das Baur-Schiff war damit auf Kurs.
Dies sollte sich fortsetzen, denn die Gegner hatten nicht wirklich viel entgegenzusetzen. Bastian Krötter, der sein erstes Oberligajahr mit Licht und Schatten absolvierte, zeigte sich als gewachsener Bestandteil dieser Mannschaft und steuerte mit 527:490 gegen Weber den nächsten Zähler bei. Und auf Harald Zapf war Verlass. Mit 540 hielt er Nürnberger (527) jederzeit in Schach und machte das 4:0.
Was am Ende kam, war nur ein Schaulaufen des Vizemeisters, denn weder Frank (521) noch Karmann (486) rissen für den Gast Bäume aus. Patrick Kalb hatte somit auch leichte Motivationsprobleme und gab sich mit 529 zufrieden, was bei 3:1 Sätzen ausreichend war.
Für das Sahnehäubchen auf die grandiose Spielzeit sorgte Mannschaftsführer Peter Zapf, der auf Bahn 3 mit 161 einen Bahnrekord platzierte. Danach ließ auch bei ihm die Spannung etwas nach, doch 556 Holz waren immer noch hervorragend.


Nur vier Fehler

Hervorzuheben ist nach diesem Spiel vor allem die Abräumleistung der Burgkunstadter: 1108 Holz sind ein klasse Ergbebnis, dass der sensationellen Fehlerzahl von nur vier zu verdanken war. Kurioserweise machte die Hälfte davon der Kapitän selbst, was ihm in der Stunde des größten Vereinstriumphes jedoch nur ein müdes Lächeln abrang! tc