"Revanche geglückt" lautete das Fazit der Kunstadter Bezirksoberliga-Handballer nach dem 29:23 (15:12)-Heimsieg über die SG Rödental. Damit betrieben die HGKler Wiedergutmachung für die 28:31-Hinspielniederlage. Was dabei für die Hausherren zu Beginn wie ein Spaziergang aussah, entpuppte sich aber spätestens in der zweiten Halbzeit als das erwartet harte Stück Arbeit für die HGK.

Überzogene Härte der Gäste


Drei Rote Karten dokumentierten am Ende den teils überzogenen Einsatzwillen der Gäste. Diese haderten aber mit dem Schiedsrichtergespann, das sicherlich kleinlich, aber eben auch konsequent pfiff. Unverständlicherweise konnte die so erfahrene Rödentaler Mannschaft damit nur schwer umgehen.
Von den teils unschönen Szenen war aber in der Anfangsphase noch nichts zu ahnen. Hier spielten die Prediger-Schützlinge überlegen auf. Mit schnellen Kombinationen kamen die HGler zum Erfolg. Auf der Gegenseite kam Rödental mit der Abwehrformation der Hausherren überhaupt nicht zurecht. Hinzu kam, dass Kunstadts Torhüter Jürgen Friedlein seine wenig überzeugende Leistung aus dem Hinspiel anscheinend vergessen machen wollte. Dank seiner Paraden zog die HG frühzeitig über 4:0 auf 7:1 davon, was SGR-Coach Gahn bereits in der 8. Min. zu einer Auszeit veranlasste. Doch auch diese Maßnahme verfehlte zunächst ihre Wirkung.

Guter Start der Kunstadter


Die Kunstadter um Spielmacher Nicklas Oester hielten den Gegner bis zum 13:5 (20.) auf Distanz, wobei vor allem das Spiel über den Kreis mit Marco Mussoni und Sebastian Schülein überzeugte.
Mit einer offensiveren Abwehrformation stoppten die Rödentaler in der Folge den Kunstadter Angriffsfluss und profitierten von der sinkenden Trefferquote des Gastgebers. Angeführt von Uwe Fleischmann und Steffen Schorr verkürzten die Gäste bis zum Halbzeitpfiff auf 15:12.

Kießling hält prächtig


In der wichtigen Phase nach dem Wiederbeginn zeigte sich die HG mit Kießling im Tor gut erholt und landete über die erneut überzeugend auftretenden Tobias Steuer und Nicklas Oester die vorentscheidenden Treffer zum 21:14 (42.).
Wie in der ersten Halbzeit war aber von Aufgeben auf Seiten der Rödentaler nichts zu sehen. Zahlreiche Unterbrechungen, Zeitstrafen und die überzogene "Ringereinlage" des Rödentalers Niels Greiner gegen Oester, für die Greiner zurecht die Rote Karte sah, unterbrachen den Spielfluss auf beiden Seiten.

Stirbati trumpft auf


Die Kunstadter scheiterten nun immer öfter am guten SGR-Schlussmann Lukas Lesch. Die Wende gelang den Gästen aber dennoch nicht. Dafür spielten sie zu undiszipliniert und in den entscheidenden Situationen zu fehlerhaft. Dies nutzte Kunstadts Kapitän Stirbati, der bis zum 23:20 (50.) torlos geblieben war, aber nun mit vier Treffern zum verdienten Kunstadter Heimsieg. mts

Die Statistik


HGK: Friedlein, Kießling - Steuer (7/4), N. Oester (5), Mussoni (5), Stirbati (4), Schülein (3/2), Heppner (2), Jung (1), Deuber (1), O. Oester (1), Kellner, Nehring
SGR: Lesch, Tempehagen - Fleischmann (6/5), Schultheiß (4), Göpfert (3/1), Heinlein (3), St. Schorr (3), Riedel (2), A. Schorr (1), Wolf (1), Greiner, Schmidt, Schneyer
SR: Reuß, Vollrath (beide Weidhausen)