Der Zweikampf des heimischen Topathleten Andreas Dreitz mit Frank Neumann drückte dem Wettbewerb seinen Stempel auf. Bei den Damen war es weniger spannend: Hier dominierte eindeutig Vorjahressiegerin Juliane Straub (Stadtwerke-Team Witten), die vor Julia Bohn (EOSC Offenbach) gewann.
Es herrschten optimale Bedingungen. Mehrere tausend Zuschauer säumten die Strecke und feuerten die 220 Triathleten mit Trillerpfeifen, Rasseln und Trommeln an. Die Witterung der letzten Tage hatte dafür gesorgt, dass diesmal die komplette, 1500 Meter lange Schwimmstrecke im 18 Grad warmen Main zurückgelegt werden konnte. Auf dem 40-Kilometer-Radkurs herrschten erträgliche Windverhältnisse, was schnelle Rundenzeiten begünstigte.
Nur Sekunden trennte das Führungstrio bei den Herren.
Verbessert hatte sich Andreas Dreitz beim Schwimmen (20:17). Schon 48 Sekunden nach ihm riss sich Frank Neumann die Schwimmbrille vom Kopf und stürmte zum Rennrad.
Viermal war der zehn Kilometer lange Rundkurs zu durchfahren, der mit seinen bissigen Anstiegen überaus selektiv ist. Doch Andreas Dreitz liebt diese Strecke, zumal das Radfahren seine Paradedisziplin ist. Hier holt er normalerweise den entscheidenden Vorsprung heraus, den es dann auf der abschließenden zehn Kilometer langen Laufstrecke zu verteidigen gilt. So war es keine Überraschung für die Zuschauer am Altenkunstadter Kreisel, dass Dreitz stets als Erster an ihnen vorbeiflog.
Erstaunlich war jedoch, dass Frank Neumann offensichtlich die hohe Durchschnittsgeschwindigkeit von über 40 km/h mitgehen konnte. Ziemlich konstant betrug der Abstand zwischen den beiden Überfliegern etwa eine halbe Minute. Daraus wurde jedoch in der letzten Runde eine Minute. Damit schien sich die Vorentscheidung zu Gunsten von Dreitz anzubahnen, der als Erster auf die Laufstrecke nach Weismain startete.
Doch Frank Neumann, der mental und physisch einen bärenstarken Wettkampf bot, gab sich noch nicht geschlagen: Er ging mit hohem Tempo die dritte Disziplin an und hatte Dreitz bereits an der Ortsgrenze von Altenkunstadt in Sichtweite.

ASC Kronach Frankenwald siegt


Insgesamt 19 Staffeln gingen an den Start. Es siegte der ASC Kronach Frankenwald (2:07:42), vor dem TSL-Tria-Team (2:13:20) und dem RVC-TSL (2:15:09). Christopher Kolbeck bewältigte als Handicap-Athlet in 3:38:24 den anspruchsvollen Wettbewerb.
Der Dank des Hauptverantwortlichen Helmut Dorsch richtet sich an die rund 250 Helfer an der Strecke, die Sponsoren, allen voran Kaufwelt Baur, ohne die dieses sportliche Topereignis in der Region nicht möglich wäre.

/> Statements der Gewinner


Andreas Dreitz: "Ich wusste, dass Frank ganz heiß auf diesen Wettkampf und auch für mich gefährlich ist. Wenn der sich ein Ziel gesetzt hat, dann kann er sehr gut beißen. Ich bin erschrocken, als ich gemerkt habe, dass er plötzlich so dicht hinter mir war. Ich hab' dann versucht, das Tempo noch ein wenig zu erhöhen. Glücklicherweise konnte ich dieses Tempo halten und am Ende doch mit einem schönen Vorsprung über die Ziellinie laufen. Ich musste aber von Anfang an, auch schon beim Schwimmen, Vollgas geben."
Juliane Straub: "Das ist so ein schöner Wettkampf! Vor allem die Anfeuerung durch die Zuschauer ist der Wahnsinn. Das pusht einen ungemein. Wenn´s vom Termin her passt, bin ich auch im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei."