Nach nur sechs Kämpfen der Lichtenfelser Bundesliga-Ringer ist die immer dünner aufgestellte Bundesliga bereits am Ende der Vorrunde angelangt. Am morgigen Samstag um 19.15 Uhr empfängt die Lichtenfelser zum Rückrundenauftakt die Mannen um Trainer David Bichinashvili vom ASV Mainz 88.

Pflicht in der Vorrunde erfüllt

Zwei Siege, vier Niederlagen und Platz 5 in der Gruppe Nord, lautet die Bilanz der Korbstadtringer nach Beendigung der Vorrunde. Mit den beiden Siegen über den TV Aachen-Walheim und den KAV Mansfelder Land wurde die Pflicht in der Vorrunde erfüllt. Die gewünschte Zugabe vor Wochenfrist gegen den Dauerrivalen Luckenwalde blieb aber aus. Zum einen lag das Glück auf Seiten der Luckenwalder Sportler, zum anderen brach das Fernbleiben der beiden Polen, Patryk Dublinkowski und Mateusz Filipczak, dem ACL das Genick.
Beide mussten Verpflichtungen in der Nationalmannschaft nachgehen und errangen bei der U23-Meisterschaft jeweils den ersten Platz. So schön der individuelle Erfolg der Polen, so bitter war die 8:16-Niederlage des ACL gegen den Luckenwalder SC.

Mainz mit Patzer in Luckenwalde

Die Mainzer hingegen stehen wie erwartet punktgleich mit Tabellenführer KSV Köllerbach auf dem zweiten Platz der Vorrundentabelle. Mit einem 16:11 gegen den Spitzenreiter und einem 12:7 gegen die RWG Mömbris-Königshofen überzeugten die ASVler. Etwas anders allerdings hatten sich die Mainzer ihren letzten Vorrundenauftritt beim Luckenwalder SC vorgestellt, als sie trotz starker Aufstellung mit 13:16 die Punkte in Brandenburg haben lassen müssen. Beim LSC lagen die Mainzer nach acht Kämpfen mit elf Punkten im Hintertreffen. Die beiden Siege von Olegk Motsalin und Topscorer Balint Korpasi in den beiden Schlussduellen waren lediglich Ergebniskosmetik.

Hohe Vorrundenniederlage in Mainz

Zum Saisonauftakt Ende September starteten die Sportler vom Obermain beim ASV mit einer 4:20-Niederlage in die Bundesligarunde. Ein deutliches Ergebnis, das auf der Matte jedoch weniger einseitig aussah. Mit drei Siegen von Venelin Venkov, Rumen Savchev und Mateusz Filipczak waren die ACL-Fans letztlich zufrieden. "Samstagabend werden wir die bestmögliche Truppe, die verletzungsbedingt möglich ist, auf die Matte schicken und versuchen, den großen ASV Mainz zu ärgern", verspricht Mannschaftsführer Heiko Scherer.

Geringe Siegchancen

Die Siegchancen auf Seiten der Lichtenfelser sind realistisch betrachtet eher gering, "jedoch werden wir versuchen, so viele Punkte wie möglich auf die Habenseite zu bekommen. Für welches Ergebnis es letztlich reicht, wird man sehen", führt Scherer fort.
In der Rückrunde lautet das Lichtenfelser Ziel, die beiden Heimsiege auch auswärts zu wiederholen und eventuell in Luckenwalde einen krönenden Rundenabschluss zu erringen. Die "Großen Drei" aus Köllerbach, Mömbris und Mainz gastieren allesamt im Lichtenfelser "Hexenkessel". Vielleicht ist hier die ein oder andere Überraschung möglich.

Party nach dem Kampf

Im Anschluss an den Kampf findet wieder eine After-Fight-Party in der ACL-Sportsbar statt. Die Bayernliga-Staffel des ACL ist nach dem wichtigen Sieg über den TSV Westendorf II an diesem Wochenende kampffrei. Die "Jungen Wilden" sind erst nächste Woche wieder beim SV Mietraching gefordert.
Die Jugend bestreitet in der Bezirksoberliga Ober-/Mittelfranken ab 17.15 Uhr den Vorkampf gegen den ASV Neumarkt in der AC-Halle. hsch