In der Hinrunde bezwang der ACL die Sachsen mit dem höchsten Bundesligasieg der Vereinsgeschichte. Alle zehn Paarungen wurden beim 35:1 gewonnen. "An diesem Tag passte einfach alles", schwärmt Jürgen Lieb noch heute. So ein Ergebnis darf man morgen aber nicht erwarten. Ebenso sollte man das Wort "Pflichtsieg" richtig deuten. Um in die Zwischenrunde einzuziehen, müssen die Punkte in Lichtenfels bleiben. Ein Selbstläufer wird das jedoch bestimmt nicht", betont der Mannschaftsführer ausdrücklich.

Zaidov erneut Favorit


In der leichtesten Gewichtsklasse (55 kg, gr.-röm.) könnte es wieder zum Duell zwischen John Zaidov und Dustin Scherf kommen. Im Hinkampf siegte der deutsche Meister Zaidov mit 3:0 Runden. In den 66-Kilo-Klassen siegten Rumen Savchev (66 kg) gegen Marco Scherf und Freistil-Kämpfer Tim Müller gegen Krysztof Bienkowski jeweils nach Punkten. In der 74-Kilo-Klasse holten Simon Pilzweger gegen Florian Liebscher und Greco-Spezialist Tobi Schütz gegen Kai Fleckenstein je vier Punkte durch technische Überlegenheit. Bis 84 kg war Artur Omarov gegen Tom Zymara ebenfalls technisch überlegen. Ob sich der Kampf zwischen Serghei Shishkov gegen Marco Kupgisch wiederholt, bleibt abzuwarten, musste Shishkov doch vergangene Woche verletzt passen.
Der Olympiateilnehmer in Reihen der Korbstädter, David Vala, sollte in seiner angestammten Gewichtsklasse (96 kg, gr.) favorisiert sein. Schwergewichtlier Dato Kerashvili hat mit Nico Graf einen starken Gegner, bewies jedoch am vergangenen Samstag mit dem über den Ex- Weltmeister Ganev, dass er sich zurzeit in prächtiger Verfassung befindet.

Theorie und Praxis


Der Rückblick liest sich gut, und auf dem Papier kann man auch deutliche Vorteile für den ACL erkennen. Die Lichtenfelser Staffel um das Trainergespann Wegner/Shishkov ist sich der Favoritenrolle bewusst und nimmt diese auch gerne an. Man wird hoch konzentriert und gut vorbereitet in den Kampf gehen. Will man in die Zwischenrunde, zählt nur ein Sieg. Die sympathischen Sachsen werden diese Saison Erfahrungen sammeln. Keinesfalls wird man in Leipzig bzw. Taucha die sportlichen Leistungen in Frage stellen oder gar belächeln. Man befindet sich ja immerhin in der höchsten deutschen Ringerliga. Das einzig vorhersehbare für den Samstagabend: Auf den Tribünen werden die ACL- Fans ihre Ringer ( im roten Heimtrikot) lautstark unterstützen, die Halle gut gefüllt sein und der oft zitierte Hexenkessel brodeln.

Jugend empfängt Weißenburg


Die Jugendmannschaft von Trainer Ali Hadidi tritt um 18.15 Uhr im Vorkampf zur Bundesliga gegen den TSV Weißenburg an. In der Vorrunde waren die ACL-Nachwuchstalente mit 27:12 erfolgreich. Vor heimischer Kulisse soll dieser Sieg wiederholt werden.

Pause für Bayernliga-Team


Die "Jungen Wilden" des ACL II haben am 7. der Bayernliga Kampftag Pause, da der vorgesehene Kampf gegen Hof bereits am 2. Oktober ausgetragen und bekanntlich mit 22:14 gewonnen worden war. sche