"Im August letzten Jahres legten wir mit der Gründung der Kinderfeuerwehr den Grundstein für den Erhalt der Feuerwehr Oberlangheim. Um auch in Zukunft eine einsatzfähige Wehr zu haben, sind die richtigen und zeitgemäßen Feuerwehreinrichtungen notwendig. Dazu zählen alle Geräte, Fahrzeuge und Gebäude. Heute wollen wir mit dem Spatenstich den Startschuss geben", sagte Kommandant Benedikt Zurek. Eine Woche früher als zunächst geplant, wurde nun der offizielle Spatenstich des Feuerwehrhauses Oberlangheim vollzogen.

Diesen Tag hatten die Feuerwehrkameraden der Ortswehr schon lange herbeigesehnt. Die erste Antragsstellung zum Neubau für die Oberlangheimer Floriansjünger erfolgte bereits 2009 durch den damaligen Stadtrat und Vorsitzenden Alfred Weis. Entsprechend groß war nun die Freude, dass es endlich losgeht.

Zum Spaten griffen Dipl.-Ing. Ulrich Sünkel, Vorsitzender der Oberlangheimer Feuerwehr Josef Dinkel, Kommandant Benedikt Zurek, Kreisbrandrat Timm Vogler, Bautechniker Hans Scheumann, Feuerwehrreferent Roland Lowig und Otto Dinkel, Bürgermeister Andreas Hügerich (SPD), Peter Treubel, Ortssprecherin Andrea Dinkel, Zweite Bürgermeisterin Sabine Rießner (CSU) und Dritter Bürgermeister Winfried Weinbeer (Freie Wähler/Freie Bürger).

Auch Petrus hatte Gefallen, und es strahlten alle um die Wette. Auch die Kinderfeuerwehr Oberlangheim griff zu den Schaufeln.

Im Vorfeld hatten mehrere Ortsbesichtigungen und Besprechungen für einen neuen Standort oder vielleicht auch einen Anbau an die vorhandene Garage stattgefunden. So waren verschiedene Grundstücke auf ihre Tauglichkeit hin überprüft worden. Als schließlich ein Eigentümer in der Abt-Candidus-Straße der Stadt das Grundstück anbot, war der Standort geklärt.


350.000 Euro Kosten sind veranschlagt

Die Ortswehr ist zurzeit in einer größeren, nicht beheizten Garage auf einem städtischen Grundstück untergebracht. Für den Neubau sind rund 350.000 Euro vorgesehen, verteilt auf die Jahre der Bauzeit. Ein Drittel der Kosten wird von der Feuerwehr in Eigenleistung erbracht. Zuschüsse sind vom Freistaat Bayern mit 58.000 Euro und vom Landkreis mit 5000 Euro zu erwarten. Die Dorfwehr erstellte in Eigenleistung den Eingabeplan in Abstimmung mit dem Stadtbauamt für den Neubau. Die Räume befinden sich - gemäß einem Wunsch der Feuerwehr - alle im Erdgeschoss. Es sind Toiletten, ein Mehrzweckraum mit einer Teeküche, der Lehrmittelraum und eine Fahrzeughalle mit Nebenraum. "Dieses Feuerwehrhaus wird in dieser Form, wie es hier gebaut wird, dass erste im Stadtgebiet sein. Hier entsteht ein ebenerdiges Gebäude. Somit ist es barrierefrei", erklärte der Vorsitzende der Wehr, Josef Dinkel.

Bürgermeister Andreas Hügerich erinnerte an den langen Weg, der hinter diesem Bauobjekt steht. Besonders dem ehemaligen Kommandanten Peter Treubel dankte Hügerich. Dieser habe das Ziel "als Antreiber" nie aus den Augen gelassen.

"Ihr baut das neue Feuerwehrgerätehaus nicht für die Feuerwehr, sondern zum Schutz für die Bevölkerung", erinnerte Kreisbrandrat Timm Vogler an die Intention des Projekts.