Warum eigentlich in die Ferne schweifen, wenn die Idylle vor der eigenen Haustür liegt? In Döringstadt laufen die Vorbereitungen für den Landesentscheid von "Unser Dorf hat Zukunft, unser Dorf soll schöner werden" am 1. Juli derzeit auf Hochtouren.

Nachdem das Programm erstellt und alle Helfer zusammengetrommelt waren, konnten bereits die größten Aufgabenblöcke abgehakt werden, erzählt Ortssprecher Sebastian Rauh. Nun geht es an den Feinschliff: Im Pfarrheim basteln Mitglieder der Musikantengruppe, Feuerwehr, Sportfreunde oder der Gartenbau- und Kriegervereine an Fotocollagen und Infopostern für die Pinnwände, die am Begehungstag am Kirchplatz aufgestellt werden.

Feierlicher Ausklang

Die Besichtigung beginnt am Dorfeingang und führt über Hofacker, Kindergarten, Brunnenplatz, Kirche und endet am Pfarrheim, wo die Dorfgemeinschaft den Abend gemeinsam
ausklingen lässt.

Dazwischen sind einzelne Aktionspunkte geplant: Die Jugendgruppe "Turmfalken" präsentiert beispielsweise den neuen Lehmbackofen am Spielplatz und Wolfgang Fischer leitet den historischen Rundgang. Außerdem werden der Weinberg der Familie Krämer sowie das Anwesen der Familie Paulik besichtigt - letztere bekam 2014 für die Sanierung ihres Fachwerkhauses den Baupreis "Goldener Ammonit" verliehen.

Straffer Zeitplan

"Die größte Schwierigkeit wird darin liegen, das Zeitlimit von zwei Stunden einzuhalten", vermutet Sebastian Rauh. "Deswegen ist es wichtig, dass wir bei der Begehung möglichst zügig vorankommen und die Kommissionsmitglieder vorweg laufen können." Anfang Januar wurde zur Vorbereitung auf den Landesentscheid ein achtköpfiger Ausschuss gebildet. Das ganze Dorf stehe aber hinter der Veranstaltung und ziehe dabei an einem Strang, sagt Rauh.

Auf dieses Miteinander zählt er auch für die letzten Vorbereitungen am 1. Juli, wenn Bänke und Pavillons aufgebaut oder Parkplätze ausgewiesen werden müssen. "Aktives Einbringen heißt nicht nur beim Aufbau zu helfen, sondern einfach vor Ort zu sein, Ideen beizusteuern und am Abend mitzufeiern."

Ganz nach dem Motto "Never change a winning team" wurde das erfolgreiche Grundkonzept des Bezirksentscheids beibehalten. Da sich die Landeskommission aus neuen Gutachtern aus ganz Bayern zusammensetzt, hofft der Ortssprecher auf einen Überraschungseffekt: "Die wissen wahrscheinlich noch gar nicht, wie schön es hier ist."

Vier Konkurrenten

Neben Döringstadt treten Lahm, Neudrossenfeld, Schönbrunn und Steppach zum Landesentscheid an. Um auch die Bundesebene des Wettbewerbs zu erreichen, setzen die Döringstadter vor allem auf engagierte Jugendgruppen wie die "Turmfalken". Am Dorfbild werde nicht übertrieben gefeilt, erklärt Sebastian Rauh: "Wir wollen für den Wettbewerb nichts künstlich aufhübschen - das hat Döringstadt auch nicht nötig."