Eine vogelkundliche Rarität ersten Ranges im Maintal: Ein Säbelschnäbler wurde gesichtet. Seit über 40 Jahren durchstreifen Dieter Franz und Gerd Glätzer vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) gemeinsam das Obere Maintal zur Vogelbeobachtung. Aber den Sägelschnäbler haben beide hier noch nie gesehen.
Es handelt sich um einen Watvogel, der eigentlich an den Küsten der Nordsee oder des Mittelmeers und am Neusiedlersee an der österreichisch-ungarischen Grenze zu Hause ist und nur ganz selten im Binnenland beobachtet werden kann.
Die beiden Vogelkundler hatten sich am Sonntag zum Sonnenaufgang - wie häufig - getroffen, um das Obere Maintal zur Vogelbeobachtung zu durchstreifen. Eines der Beobachtungsziele war dieses Mal der Hochstadter Baggersee.
Auf einer der kleinen Inseln im See stand dann plötzlich und völlig unerwartet der Säbelschnäbler, den beide von vielen Auslands- oder Küstenaufenthalten gut kennen.
Schnell wurde mit Gerhard Schug ein befreundeter Naturfotograf herbeigerufen, der die nötigen Belegfotos anfertigte. So gelang die Dokumentation einer einzigartigen Vogelbeobachtung, die das Obere Maintal seit mindestens 100 Jahren noch nicht gekannt hat. red