Ein stark beschädigtes Gebäude mit mehreren vermissten Personen diente als Szenario für eine Einsatzübung des Technischen Zuges des THW Bad Staffelstein in Schney. In einem zum Abriss stehenden Wohnhaus mit angeschlossener ehemaliger Produktionshalle übten die THWler das Suchen und Retten verschütteter Personen.

Insgesamt sieben vermisste Personen galt es für die Einsatzkräfte in dem Gebäudekomplex zu finden und ins Freie zu transportieren. Dabei mussten sich die Helfer der Bergungsgruppen an vielen Stellen erst Zugang zu verschlossenen Räumen verschaffen. Für das Durchtrennen schwerer Metallteile und zum Anfertigen von Mauerdurchbrüchen kam dabei mit Aufbrechhammer und Motortrennschleifer auch schweres Gerät zum Einsatz.
Eine besondere Aufgabe stellte dabei ein Aufzug dar: Um zwei Verletzte versorgen und sicher abtransportieren zu können, mussten die THWler zunächst die schweren
Aufzugstüren öffnen. Eine der beiden verunglückten Personen musste mittels einer Hilfskonstruktion aus dem sogenannten Einsatz-Gerüst-System von einem darüber liegenden Stockwerk aus dem Aufzugsschacht gezogen werden.

Und auch die Atemschutzgeräteträger kamen zum Einsatz: Aus dem Keller des Wohnhauses galt es zwei Personen unter schwerem Atemschutz zu bergen. Verstärkt wurden die Einsatzkräfte des Ortsverbandes Bad Staffelstein von Junghelfern der Jugendgruppe. Die angehenden THWler nutzten die Möglichkeit, bei der gemeinsamen Übung ein bisschen in zukünftiges Einsatzgeschehen schnuppern zu können.

"Gerade im Bereich Eindringen in Schadenstellen sind wir auf derartige Übungsobjekte angewiesen. Woanders lässt sich ein Wand- oder Deckendurchbruch nämlich nicht so einfach anfertigen wie in einem Gebäude, das abgerissen werden soll", weiß Zugtruppführer Daniel Schell. Ermöglicht hatte die Übung den THWlern die Firma Gutgesell.