Bis kurz vor Beginn sah es für den Start zum fünften Seifenkistenrennen anlässlich der Wolfsdorfer Kirchweih am vergangenen Sonntag schlecht aus. Bereits am Vormittag hatte Petrus seine Schleusen geöffnet und es regnete kräftig. Wie viele Stoßgebete hatte wohl der Organisator des Rennens, Otto Fischer, gen Himmel geschickt, denn alsbald hörte es zu regnen auf und es schien sogar die Sonne.

Die Sonne sorgte dann auch dafür, dass die Strecke schnell abtrocknete. Als Testfahrer Matthias Linz die 500 Meter lange Strecke am Rosenberg in Richtung Romansthal als befahrbar "absegnete", konnte das Rennen - wenngleich auch mit etwas Verzögerung - beginnen.

Die jüngsten Teilnehmer im Alter bis neun Jahre machten auf einer verkürzten Strecke den Anfang. In dieser Klasse triumphierte Tim Grüner mit einer Zeit von 53,06 Sekunden.


Ein Bruder-Duell

Es folgten die etwas älteren Seifenkistenfahrer zwischen zehn und 13 Jahren. Die beiden Brüder Konstantin und Rafael Linz starteten auf der gleichen Seifenkiste, die ihr Opa Otto Fischer im vergangenen Jahr konstruiert und gebaut hatte. Der zehnjährige Konstantin war nicht sehr erfreut, als er erfuhr, dass er in der gleichen Klasse gegen seinen Bruder antreten sollte. Wahrscheinlich jedoch weckte diese Situation den Ehrgeiz in ihm und er besiegte mit einer Zeit von 46,83 Sekunden seinen älteren Bruder. In der Jugendklasse war Chiara Hatscher die einzige Fahrerin. Sie absolvierte die Strecke in 1:03 Minuten.

Bei den Erwachsenen war das Sandmännchen-Team mit Thorsten Ludwig (Platz 1, 46,34), Christian Vogel (Platz 2, 47,08) und Marco Puzik (Platz 3, 47,14) auf ihrem dreirädrigen Gefährt nicht zu schlagen. Ihre guten Resultate hatten die Folge, dass sie auch die Teamwertung gewannen. Den zweiten Platz sicherte sich dort das Team der Naturfreunde mit Klaus Dinkel, Florian Nüsslein und Christoph Bornschlegel. Dritter in der Teamwertung wurde das "George-Racing-Team" mit Manfred George, Thomas Geuß und Fabian Geuß. Auf dem undankbaren vierten Platz landete das Team von "Holz-Design Zipfel".

Einen Sonderpreis für das originellste Gefährt erhielt Peter Ehrhardt aus der befreundeten Ortschaft Birkenhördt in der Pfalz. Er hatte die Außenhaut seiner Seifenkiste mit 5-Liter-Party-Fässern einer hiesigen Brauerei verkleidet. Bei der Siegerehrung erhielten alle Teilnehmer einen Pokal. Ganz wie im richtigen Rennsport folgte unter den Siegern eine Champagner-Dusche.

Otto Fischer bedankte sich bei allen Sponsoren, den Helfern sowie bei DJ Frank Gallinsky, der vor Ort für die musikalische Unterhaltung sorgte. Thomas Hümmer dankte stellvertretend für die Ortsvereine Otto Fischer für die Organisation und die Durchführung des Rennens. Die Wolfsdorfer hatten doch einen guten Draht zu Petrus, denn unmittelbar nach der Siegerehrung fing es wieder an zu regnen.