Alexander Trütschel ist warm eingepackt. Der Gärtner der Stadt muss sich einige Kleidungsschichten anziehen, wenn er in diesen Tagen zur Arbeit geht. Hecken und Bäume sollen geschnitten werden. "Das bietet sich bei dem Wetter an. Es ist trocken und die Sonne scheint", sagt der Vorarbeiter Heinz Losert. Auch bei minus 14 Grad.Trütschel macht die Kälte nur wenig aus. "Wenn man sich bewegt - was wir ja tun - und wenn man sich richtig warm anzieht, geht das schon", erklärt der Gärtner. Mit einem Halstuch schützt er seinen Hals. Er ist eingehüllt in Zipfelmütze, Winterjacke, Stiefel, Handschuhe und Arbeitshose. Darunter trägt er noch mehrere Schichten warmer Kleidung.
Die rund 60 Beschäftigten des Lichtenfelser Bauhofes sind gewappnet gegen die Kälte. "Unsere Leute sind gut ausgerüstet. Es bleibt zwar jedem überlassen, was er anzieht, aber so leichtsinnig ist keiner", erklärt der Vorarbeiter. Manche Maschine macht der Frost mehr zu schaffen. Alexander Trütschel steht an einem Hang und zieht an der Motorsäge. Immer wieder. Sie geht einfach nicht an. Bei minus 14 Grad Celsius kann das schon mal passieren. Nach einigen Versuchen, heult der Motor dann doch laut auf, und Trütschel beginnt die Bäume zu stutzen. Große Äste fallen den Hang hinab. "Das Sägen macht mir richtig Spaß", verrät der Gärtner später. "Mehr noch als die Arbeiten im Sommer oder Frühling."