Sehr facettenreich war das Galakonzert des Routechores 16-60 Redwitz. Die beiden Chorleiter Klaus Bucka und Sabine Hempfling hatten ihre Sänger bestens darauf vorbereitet. Fast 400 Besucher waren an beiden Abenden in die Albert-Blankertz-Halle gekommen - und sie wurden nicht enttäuscht. "Mit Evergreens in den Herbst" war der Titel für die beiden Konzerte sehr gut gewählt.

Mit "The Final Final Countdown" zogen die 40 Sänger sowie die vier Instrumentalisten der "Evergreenband" (Sabine Hempfling E-Piano, Jörg Lenz Schlagzeug, Viktor Neuwert Saxophon und Daniel Bassing E-Bass) auf die Bühne. "It Never Rains in Southern California" von Albert Hammond aus dem Jahre 1972 war ein lockerer-leichter Einstieg ins Programm. "The glory of Love" (1986) von Peter Cetera schloss sich an. Der Solopart von Elisabeth Gerlich zeigte, dass die Redwitzer tolle Solisten haben. Aber auch der Showteil kam nicht zu kurz: So wurde aus Uwe Stegner mit ein paar Kleidungsutensilien Adriano Celentano - prompt ging's mit "Azzuro" (1979) in den warmen Sommer zurück. Dazu passte die amüsante Moderation durch Peter Bartosch.

Stimmige Interpretation

Nicht ganz so fetzig folgte Udo Lindenbergs "Hinterm Horizont geht's weiter" (1986), was der Chor mit viel Gefühl interpretierte. Das war bei Cyndi Laupers Welthit "Time after time" (1983) ebenso. Das Stück hatte Chorleiter Klaus Bucka dem Chor im Arrangement wie auf den Leib geschrieben.

Ein Medley mit Beatles-Hits zeigte dann einmal mehr die Freude des Chores am Gesang. Mit nur neun Sängerinnen zeigten die Redwitzer eine beeindruckende Leistung. Chorleiterin Sabine Hempfling hatte ihnen eine tolle gesangliche Ausstrahlung mit auf den Weg gegeben.

Mit "Superkalifragilistikexpialigetisch" ließen die Kinder die Besucher in das "Traummusical Mary Poppins" eintauchen. Mit einer gekonnten Choreographie begeisterten sie mit dem Bären Balu aus dem Musical "Dschungelbuch" mit "Probiers doch mit Gemütlichkeit". "Ein Hoch auf uns" von Andrea Buranis WM-Song 2014 folgte und die Kinder hatten sich den Applaus des Publikums redlich verdient.

Lieder zum Träumen

Jeff Geßlein, Günter Schlaf, Martin Fischer, Thomas Bähr und Uwe Stegner hatten sich zu einem Soloteam zusammen gefunden das mit mehrstimmigen Beiträgen fast zum Träumen bewegte. "In my Life" von John Lennon, Leonhard Cohens "Halleluja", und "Seven Bridges Road" der legendären Eagles liessen nur eines zu: zurücklehnen und genießen. "You are the vioce" von John Farnham war der nächste "Evergreen", den acht Chormitglieder darboten. Nochmals zurück nach Italien ging es dann mit dem kompletten Chor und einem glänzend aufgelegten Solisten Günter Schlaf mit "Volare" welches 1958 erstmals von Domenico Modugno aufgelegt worden war. Nochmals in die Flower-Powerzeit zurück führte "Turn, Turn Turn" (1965) von den Byrds.

Ein wunderbares Medley der Four Seasons aus dem Musical "Jersey Boys" mit Hits wie "What a Nigth" läutete die letzten Beiträge ein. Eine Stimmungsnummer ist bis heute "Y.M.C.A." (1978) der Band Village People. Der Chor brachte diesen Hit so rüber, das alle begeistert mitklatschten. "Klasse Moderne Chormusik" raunte ein Besucher. Dies war bei Heinz Rudolf Kunzes "Dein ist mein ganzes Herz" (1985) nicht anders.

Noch mal zurück in die Discoszene ging es mit Gloria Gaynors Superhit "I will Survive". Solistin Svenja Weid und ein Chor, der seiner Gesangsfreude freien Lauf ließ, wurden am Ende vom Publikum gefeiert.