Ein trüber Wintertag. Man verpasst nichts, wenn man Tage wie diesen nicht im Freien verbringt. Günther Weilharter sitzt in seinem Büro, das sich in einem der vielen Container bei Altenbanz befindet, in dem die Bauleitung der ICE-Baustellen für den Kulch- und den Lichtenholz-Tunnel untergebracht ist.
Der 52-jährige Österreicher ist Bauleiter der Firma "HochTief". An diesem Tag stehen Routinekontrollen in den beiden Tunnelröhren an. Mit dem Jeep geht's zunächst in den Lichtenholz-Tunnel. Wie riesige Spinnen sehen die fahrbaren Arbeitsplattformen aus, auf denen kleine orangefarbene Männchen emsig am Arbeiten sind. Abdichtungswagen, Bewehrungswagen und Schalwagen heißen diese Arbeitsbühnen, mit denen die Innenverschalung des Tunnels derzeit erstellt wird. Im Zwei-Schicht-Betrieb seien seine Männer rund um die Uhr im Einsatz, zehn Stunden mit zwei Stunden Pause. Die gewerblichen Arbeiter - Mineure, Schlosser, Mechaniker, Elektriker - sind im Containerdorf zwischen Altenbanz und Stadel untergebracht.