Es ist ein Ereignis, das der Region rund um Weismain jedes Jahr am Pfingstmontag zigtausende Besucher beschert: Auch heuer nutzten unzählige Radfahrer, Wanderer und Inline-Skater die autofreien Strecken im Kleinziegenfelder Tal zu einem umweltfreundlichen Pfingstausflug. Eröffnet wurde die 14. Rad-Tour-Pur-Veranstaltung durch stellvertretende Bürgermeisterin Gabi Huber. Neben Bürgermeister Heinz Petterich und Georg Vonbrunn hieß sie Frank Wessel vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) willkommen. Längst ist das Event neben dem Fasching zum Markenzeichen des Jurastädtchens geworden. Viele Betten sind für die nächsten zwei Wochen ausgebucht.

Auch der Konditormeister Franz Besold begrüßt die Veranstaltung: "Wir machen Weismain weit über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannt. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, dass mancher von denen, die da mit dem Fahrrad unterwegs sind, auch unterm Jahr nochmals nach Weismain kommt."

Auch der ADFC trägt aktiv zu dieser Werbekampagne bei, weiß Frank Wessel zu berichten. "Durch den ADFC wurden sämtliche oberfränkischen Kreisverbände informiert und die haben in ihren eigenen Publikationen über dieses Ereignis berichtet. Bamberg und Bayreuth machen heute wieder eine Radtour hierher."


Kaum noch Werbung nötig



Voll in die Vorbereitungen eingebunden ist auch Andrea Göldner von der Tourist-Information. Mit Michaela Herold vom Ordnungsamt organisiert sie das Mammut-Event. "Am schwierigsten sind immer die Tage und Wochen kurz vor dem Pfingstwochenende. 80 Fahrerlaubnisse müssen ausgestellt werden, für Geistliche, Berufstätige und Anwohner, die auch an diesem Tag auf ihr Kraftfahrzeug nicht verzichten können." Auf aufwändige Werbemaßnahmen kann man inzwischen verzichten. "Die Veranstaltung ist bekannt." Überregional informiert man nur noch über die Internetseiten der Stadt.

Den ganzen Tag über steht Andrea Göldner im Infostand auf dem Marktplatz, beantwortet Fragen und verteilt Karten und Tourenpläne. "Wenn viele Einheimische da sind, die die Strecke schon kennen, dann brauchen die den Plan nicht mehr, aber wenn viele Auswärtige kommen, brauchen die so was zur Orientierung. Heuer habe ich ein gutes Geschäft hier gemacht" stellt sie schon zur Mittagszeit fest.

In der Tat, man ist erstaunt, wie viele Auswärtige neben den Einheimischen die Rad-Tour-Pur nutzen. Inline-Skater aus Erfurt, Radfahrer aus Trier, die aktuell Urlaub in der Region machen, "an echdn Nämbercher" und viele mehr trifft man auf der Strecke. Hoch aufragende Kalksteinfelsen rahmen die zwölf Kilometer lange, nahezu ebene Kreisstraße ein. Wie ein Schutzpatron wacht die Radfahrerstatue Claudius über den Radlerstrom, der sich in einem langen Band von Weismain bis zur Schrepfersmühle zieht, wo viele zur Mittagszeit Einkehr halten.