Relativ zügig, sachlich und unaufgeregt verlief die jüngste Sitzung des Ebensfelder Bauausschusses, der sich mit einer Reihe von Vorhaben privater oder gewerblicher Natur zu befassen hatte.
So stimmte das Gremium etwa dem per Bauantrag eingereichten Vorhaben des Landgasthofes Hummel in Prächting zu. Inhaber Stefan Hartmann plant nämlich eine Erweiterung um vier Gästezimmer sowie des Gastraumes. Ebenfalls keine Beanstandungsgründe sah der Bauausschuss beim Antrag auf Erweiterung der Werbeanlage am Ebensfelder Rewe-Einkaufsmarkt. Die vorhandene Werbefläche vergrößert sich zwar nur um rund einen Quadratmeter, dennoch war hier die Zustimmung des Gremiums erforderlich.
Das gemeindliche Einvernehmen erteilten die Mitglieder des Gremiums auch einem Bauantrags auf Errichtung eines Einfamilienhauses in Ebensfeld zwischen der Sudetenstraße und der nahe liegenden Bahnlinie.
Der Bauwerber plant hier als zusätzlichen Schallschutz den Einbau von Fenstern in Richtung der Bahnlinie, sein Vorhaben erhielt die hierfür notwendige Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes.
Als Bauvoranfrage stand die Errichtung einer Pflanzensteinmauer mit Fundament auf einem Grundstück in Eggenbach zur Debatte. Seitens des direkten Nachbarn, dessen eigenes Vorhaben - eine bauliche Veränderung an seinem Gebäude sowie eine hierfür notwendige Tieferlegung des vorbeiführenden schmalen Weges - in der Februarsitzung auf der Tagesordnung stand, gibt es nach Lage der Dinge offenbar keine Einwände gegen den Bau der Mauer. Diese soll in abgestufter Form errichtet werden. Bautechnisch gestaltet sich das Ganze wohl nicht ganz einfach. Mit zwei Gegenstimmen stellte der Bauausschuss schließlich das gemeindliche Einvernehmen betreffend des Vorhabens in Aussicht.


Sitzgruppe für Urlauber

Unter dem Punkt "Sonstiges" berichtete Bürgermeister Bernhard Storath (CSU) von den Planungen der Gemeinde, vor dem früheren Gasthof Neuner eine schöne Sitzgruppe für Urlauber zu errichten und hierfür einen der dort befindlichen Parkplätze zu "opfern". Mit der angrenzenden Metzgerei sowie der ebenfalls unweit entfernten Eisdiele hat der Bürgermeister bereits gesprochen. "Die würden die Sitzgruppe pflegen", meinte Storath.
Auch die Problematik des derzeitig starken Traktorverkehrs infolge des Trasseneubaus der Bahn wurde nicht unter den Teppich gekehrt, sondern vom Bürgermeister offensiv angesprochen. Nach Ostern würden "nur" noch sechs Traktorgespanne täglich nötig sein, weil dann der Großteil der Fuhren über die Autobahn abgewickelt werden kann. "Ganz ohne Schlepper wird es der Firma zufolge nicht gehen wegen der schweren Zugänglichkeit an manchen Stellen", erläuterte Storath weiter. "Ich weiß, die Bevölkerung hat es derzeit nicht leicht, aber die restlichen Monate werden wir doch auch noch rumkriegen", warb der Bürgermeister weiter darum, Ruhe zu bewahren, bis der Baustellentrubel sich wieder legt.


Ein Lob für die Baufirma

Mit der Firma Weiß sei man bisher übrigens gut ausgekommen, die tun ja nur ihre Arbeit, so der Tenor im Sitzungssaal.
Evelyn Zeis (SPD) regte in der Sitzung außerdem eine fest installierte Lautsprecheranlage am Friedhof an. Bei einer kürzlichen Beerdigung konnte man die Trauerrede bei dem dabei verwendeten externen mobilen Lautsprecher nur undeutlich verstehen, bedauerte sie. Das Gremium wird sich mit der Thematik befassen, versprach Bürgermeister Storath.
Ferner wies er zum Abschluss der Sitzung darauf hin, dass die nächste Gemeinderatssitzung am kommenden Dienstag wegen der umfangreicheren Tagesordnung ausnahmsweise bereits um 18.30 Uhr beginnt