Das Feuer ist an drei verschiedenen Stellen gleichzeitig ausgebrochen - für die Polizei ein Anhaltspunkt dafür, dass der Waldbrand am Spitzberg (Stadt Burgkunstadt) mutwillig gelegt wurde. Die Kriminalpolizei Coburg hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet die Bevölkerung um Unterstützung: Wem sind in der Nacht zum Montag verdächte Personen und/oder Fahrzeug aufgefallen, die im Zusammenhang mit dem Waldbrand stehen könnten? Wer kann sonst Angaben zu dem Feuer am Spitzberg machen?
Die Brandwache dürfte sich wegen des ausgetrockneten Waldbodens bis in den heutigen Dienstag ausdehnen.
Der hauptsächlich betroffene Bereich misst laut Polizeiangaben 50 mal 50 Meter. Es handelt sich um ein Waldstück, das einem Privatmann gehört. Kleinere Brandschäden durch Funkenflug könnten auch im weiteren Umkreis entstanden sein.

Vom Hubschrauber geortet


Gegen 2.30 Uhr gingen bei den Integrierten Leitstellen Coburg und Bayreuth Meldungen über einen Feuerschein bei Gärtenroth ein. Eine konkrete Lokalisierung der Brandstelle war zunächst kaum möglich, so dass ein Polizeihubschrauber angefordert werden musste. Aus der Luft war es der Besatzung möglich, den Brandherd zu lokalisieren und die Feuerwehr-Einsatzkräfte gezielt an die Brandstelle he ranzuführen.
Dabei mussten diese Geländegängigkeit beweisen. Das Gebiet an der Kuppe des Spitzberges ist schwer zugänglich. Ein Wendeplatz im Wald wurde als Stützpunkt auserkoren, zu dem Wasser in Tanks transportiert wurde. Bauern befüllten Güllefässer und fuhren wieder und immer wieder. Von dort aus mussten über eine Distanz von rund 600 Metern Schlauchleitungen gelegt werden. Nach mehreren Stunden, gegen 5 Uhr, gelang es zwar, den Brand zu löschen. Die Arbeit der insgesamt rund 180 Feuerwehrleute aus den Landkreisen Lichtenfels und Kulmbach war damit aber längst noch nicht beendet. Kreisbrandrat Timm Vogler sprach am Nachmittag von einem Einsatz, der an die Substanz gehe.
Die Schadenshöhe, der Wert der vernichteten Bäume, ist nach Einschätzung der Polizei eher gering. Der Aufwand, der betrieben werden musste, um der Flammen Herr zu werden, war dagegen erheblich, was sich in den Kosten für den Einsatz niederschlagen wird. Auf den Verursacher dürften Regressansprüche zukommen - wenn man ihn denn der Tat überführen kann. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Coburg unter der Rufnummer 09561/6450 entgegen.