Nachwuchsarbeit wird beim Musikverein Uetzing-Serkendorf groß geschrieben. Schließlich garantiert der Nachwuchs das Fortbestehen einer Blaskapelle. Diese Vereinsphilosophie wird in Uetzing beharrlich verfolgt, wovon sich zahlreiche Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung überzeugen konnten.

Trotzdem gleicht das, was Markus Krappmann und seine Vorstandskollegen Michael Dinkel und Carolin Schonath in den vergangenen beiden Jahren auf die Beine gestellt haben, einem Quantensprung in der Jugendarbeit. Aus einer Bläserklasse an der Ivo-Hennemann-Volksschule wurden dank des Entgegenkommens der Schulleitungen inzwischen drei, denn auch an der Adam-Riese-Schule und an der Realschule in Bad Staffelstein konnten Bläserklassen ins Leben gerufen werden.

32 Kinder sind bereits angemeldet

Außerdem startet in wenigen Tagen die musikalische Früherziehung im katholischen Kindergarten in Uetzing. Alleine hier wurden 32 Kinder von ihren Eltern angemeldet. Nimmt man die vereinsinterne Nachwuchsförderung hinzu, dann lernen unter der Regie des Musikvereins über 80 Kinder ein Instrument oder werden behutsam an ein solches herangeführt. Das macht viel Arbeit. Aber Marcus Ultsch, der spätestens seit der Realisierung des "Böhmischen Traums" im vergangenen Jahr sich als Organisationstalent einen Namen gemacht hat, meistert diese mit Bravour.

Jugendarbeit kostet bekanntermaßen viel Geld. Die Ausgaben des Musikvereins im ideellen Bereich sind sehr hoch, sagte Vereinskassier Rainer Wudy. Das Abdriften in die roten Zahlen wird allerdings von vielen Idealisten verhindert, nämlich von zahlreichen Sponsoren des Vereins und mittlerweile 400 Mitgliedern mit ihren Beiträgen.

Ein Verein mit vielen Idealisten

Idealisten sind auch die Uetzinger Musiker selbst, sagte Ortssprecher Josef Weis. Sie würden mit ihren zahlreichen Auftritten in Dorf und Kirche das kulturelle Leben entscheidend bereichern, ja prägen. Man denke nur an die Sommerserenade oder an das Adventskonzert. Ebenso sind die Uetzinger Kirchweih oder die Kirchenparaden ohne Musik unvorstellbar.

134 Termine bei weltlichen Auftritten, Prozessionen und Proben hätte die Blaskapelle im vergangenen Jahr wahrgenommen, summierte Vorstand Michael Dinkel. 2013 mögen es etwas weniger werden, fehlen doch große Veranstaltungen im Umkreis.

Doch die ungewohnte "Freizeit" wird genutzt mit der Teilnahme am Wertungsspiel beim Deutschen Musikfest in Chemnitz Anfang Mai. Die Probenarbeiten hierfür liefen bereits auf Hochtouren, ließ Dirigent Rupert Motschenbacher ausrichten. Neu wird in diesem Jahr auch die Zusammenlegung von Weinfest (es wird bereits zum 40. Mal gefeiert) und Sommer serenade im Uetzinger Schulgarten sein.

Alles in allem steht der Uetzinger Musikverein gut da, was ihm auch der Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes, Horst Sünkel, attestierte.


Passive Im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Musikvereins Uetzing-Serkendorf wurden folgende passive Mitglieder für ihre langjährige Vereinstreue geehrt:

20 Jahre: Rene Beifuß, Stefan Gehringer, Alexander Pertel, Christian Schauer, Markus Schauer, Michael Schauer, Bernd Schramm und Alexander Zientek.

25 Jahre: Markus Bechmann, Martin Bechmann, Heinrich Gehr, Josef Gehringer, Ulrich Gehringer, Anton Geldner, Harald Greich, Rudi Hellmuth, Jakob Hermann, Helmut Hertel, Wilhelm Kerner, Jürgen Krappmann, Reinhardt Leutner, Erwin Müller, Josef Müller, Georg Nüßlein, Manfred Reichert, Peter Reichert, Lothar Riedmann, Hans Rudyk, Herbert Schmitt, Karlheinz Schneider, Roland Schonath, Peter Weiser und Torsten Weiser.

30 Jahre: Bernhard Ultsch und Matthias Weiser. 35 Jahre: Georg Bischof, Hans Dinkel (Kirchweg), Hans Dinkel (Bräuer), Herbert Glock, Wolfgang Reichert, Claudia Schedel, Maria Schlund, Andreas Schneider, Alfred Treubel, Alfred Weidner und Leonhard Weis.

40 Jahre:
P. Alexander Ultsch (Ehrenmitglied)

Aktive Folgende Personen wurden für ihr aktives Musizieren in der Blaskapelle Uetzing geehrt:

20 Jahre: Patricia Reinhardt (Klarinette) und Rainer Wudy (Flügelhorn);

30 Jahre: Jörg Bechmann (Klarinette), Tino Bechmann (Schlagzeug), Norbert Dinkel (Tuba) und Marcus Ultsch (Klarinette)