Hugo Bauersachs und Felix Reuß stellen in einem spannenden Duell ihr Wissen auf die Probe. "Entdecker-Memory" heißt das Spiel am Stand des Vereins Flussparadies Franken. Wie beim klassischen Memory müssen die beiden Jungen zusammengehörige Gegenstände aufdecken. Der Haken: Diese stammen aus der Natur und müssen erst erkannt werden, bevor der Punkt zählt.
"Das ist eine Ranne", beschreibt Felix ein Stück dunkle Holzrinde. "Sehr gut, das ist richtig", lobt Spielleiterin Anne Schmidt. Fünf zu fünf steht es am Ende zwischen den beiden. Und wie es sich für Entdecker gehört, bekommen sie eine Lupe und ein Naturkundebuch zur Belohnung.
Der zweite Main-Erlebnistag verbindet Spiel und Spaß mit einem lehrreichen Angebot. Um den Oberwallenstadter Baggersee gibt es an 20 Stationen viel zu erleben und zu bestaunen. "Der Main-Erlebnistag soll zeigen, wie faszinierend die Natur im Landkreis Lichtenfels ist", betont Landrat Christian Meißner.
Nacheinander drehen die Einsatzboote der Wasserwacht ihre Runden auf dem Baggersee. Lautstark jubeln die Kinder und Erwachsenen an Bord, wenn der Bootsführer beschleunigt.


Mit Kanu und Tretboot

Wer sich hingegen etwas langsamer auf dem Wasser fortbewegen möchte, der steigt in ein Kanu oder ein Tretboot. Währenddessen basteln einige Jungen und Mädchen ihre ganz eigenen Schiffe. Aus einem Stück Holz sägen sie die Bootsform und platzieren vorsichtig den Mast, ehe sie ihr Werk schließlich zu Wasser lassen.


Ein Blick durch das Mikroskop

Auch die Umweltstation Weismain ist mit einer ganzen Reihe an Aktionen vertreten, die von Flussgeister töpfern bis zu einem Sandburgenbau-Wettbewerb reichen. Wie faszinierend die vielen Kleintiere sein können, die sich im Main tummeln, beweist ein Blick durch das Mikroskop. So nahe wie hier bekommen die Besucher Steinfliegenlarven und Wasserflöhe sonst nicht zu sehen.
Mit einer Karte über die Flüsse Bayerns sorgt die Ortsgruppe Lichtenfels des Bundes Naturschutz für Interesse. Auch die verschiedenen Ausstellungsstücke, die Insekten vergrößert darstellen, sind ein Blickfang.
Anderswo sorgt ein ganz anderes Tier für viel Aufsehen. Der präparierte Biber der Umweltstation Fuchsenwiese zählt zu den Publikumsmagneten des Main-Erlebnistages. "Die meisten Leute glauben, dass das Fell des Bibers borstig und hart ist", erklärt Brigitte Pfister, "aber eigentlich ist es ganz weich". Davon überzeugen sich nicht nur die Kinder, sondern auch der ein oder andere Erwachsene streichelt über das flauschige Fell.
Sportlich geht es hingegen beim Stand des Spielmobils zu, der mit Dosenwerfen und Angelspielen für Freude sorgt. Worauf es beim Fliegenfischen ankommt, zeigt unterdessen die Mainfischereigemeinschaft Lichtenfels. "Das entscheidende beim Fliegenfischen ist der feste Griff und die Stopppunkte der Rute", erklärt Michael Grimm. Wenn das befolgt wird, dann fliegt die Schnur elegant durch die Luft.
Wer einfach nur das schöne Wetter genießen möchte, der setzt sich auf einen der vielen Liegestühle des Stadtstrandes und gönnt sich ein erfrischendes Getränk oder einen leckeren Kuchen.