Hüpfende Steine, rollende Kugeln und rauchende Köpfe - Vielseitigkeit war Trumpf beim Schulfest in der Ebensfelder Pater-Lunkenbein-Schule unter dem Motto "Wer spielt, gewinnt". Sieger waren alle Kinder. Zusammen mit ihren Eltern und vielen weiteren Besuchern konnten die Jungen und Mädchen ihrem Spieltrieb frönen. Die Schulkinder trugen mit kreativen Ideen aber auch selbst nicht unerheblich zum Gelingen der Generationen verbindenden Veranstaltung bei.
Mikado statt Mathe - getreu der Devise "Wer in der Schule nicht spielen lernt, lernt nicht lernen" hatten die Schüler ihre Klassenzimmer in den Tagen zuvor zusammen mit Lehrkräften in Spielezimmer verwandelt. Den kleinen und großen Besuchern - auch die Erwachsenen entdeckten wieder das Kind in sich - bot sich ein Spiele-Paradies. Mikado, Mühle, Monopoly - da war für jeden etwas dabei und so blieben die zu Spieltischen umfunktionierten Schulbänke auch während des Nachmittags keine fünf Sekunden unbesetzt.
Zum einen waren die oben erwähnten Spieleklassiker vertreten, aber auch vielleicht nicht jedem bekannte Spiele fanden regen Anklang wie etwa "Twister", wobei hier unter sprichwörtlichem Einsatz von Händen und Füßen ganzer Körpereinsatz gefragt war.
In Bewegung gerieten aber auch die grauen Gehirnzellen der spielfreudigen Besucher, wenn es darum ging, bei "Stadt-Land-Fluss" Wörter zu finden oder beim "Galgenmännchen-Spiel" zu erraten.
Zusätzlich luden an diesem Nachmittag in der Schulaula aufgestellte Spieltische dazu ein, der Freude am Spiel freien Lauf zu lassen. So versuchten viele, beim "Fingerbillard" die Kugeln ins Ziel zu schnippen, tüftelten an Holzpuzzles herum - und beim Balancieren von farbigen Kugeln mit Holzstäben war Teamwork gefragt. Überhaupt war in der Pater-Lunkenbein-Schule zu beobachten, wie gemeinschaftsfördernd und generationenverbindend Spiele doch sein können. Da lacht hier der Vater mit dem Sohn beim Flipperspiel, woanders freuen sich Erwachsene, als es ihnen gelungenen ist, die seltsam verbogenen Metallstücke zu entwirren. Wer bei Mühle, Monopoly oder Fingerbillard am Ende die Partie gewann, war zweitrangig.
Die Spieltische in der Aula mitgebracht hatte übrigens Spieletrainer Michael Keim vom "MainSpielmobil" aus Obertheres. Unter seiner Anleitung, aber vor allem mit viel eigener kindlicher Kreativität, ließen die Jungen und Mädchen der Pater-Lunkenbein-Schule tags zuvor in der Dreifachturnhalle nebenan aus unzähligen kleinen Parketthölzchen "Holzstädte" entstehen und präsentierten ihre Ergebnisse nun beim Schulfest.
"Es war wirklich beeindruckend, mit welchem Einsatz und Teamgeist die Schülerinnen und Schüler da am Werk waren", fand auch der Rektor der Pater-Lunkenbein-Schule, Jürgen Jäger. Bürgermeister Bernhard Storath, der sich für die Veranstaltung ebenfalls Zeit nahm, schloss sich dem an.
"Wer spielt, gewinnt" - dies galt freilich auch für die Bläserklasse sowie für die Schulband "Crossover", die mit ihren musikalischen Darbietungen der Veranstaltungen zusätzlichen Charme verliehen. Für Stärkung mit Speis und Trank sorgten der Elternbeirat und das Team der Mittagsbetreuung.