Da haben sich der Maulwurf und die Biene viel vorgenommen: Die Menschen planen den Bau einer Straße. Und die soll direkt durch ihre geliebte Wiese verlaufen. Gemeinsam setzt sich also das ungleiche Duo dafür ein, dass ihr Lebensraum nicht zerstört wird. Aber ganz so leicht, wie sich die Tiere das vorgestellt haben, ist es nicht. "Ich glaube nicht, dass sich die Menschen von einer Biene und einem Maulwurf unterkriegen lassen", sagt der Maulwurf enttäuscht.


Der Einsatz lohnt sich

Die Hilfe in der Not kommt zum Glück von den zahlreichen Kindern, die die beiden für ihren Protest eingeladen haben. "Blumenduft statt verpestete Luft", rufen sie mehrmals wie aus einem Munde, "Blumenduft statt verpestete Luft!" Und ihr Einsatz zahlt sich aus. Jubelnd schauen die Jungen und Mädchen zu, wie aus der Wiese schließlich ein Naturschutzgebiet wird.
Ein großer Spaß ist das Theaterstück "Der Maulwurf und die Biene" für die rund 30 Jungen und Mädchen, die sich um die Bühne in der Ehemaligen Synagoge geschart haben. Neugierig sitzen die Drei- bis Achtjährigen vor der Schauspielerin Maria Albu, die sich als Maulwurf verkleidet hat. In dem Einpersonentheater verkörpert sie auch die Rolle der übermütigen Biene. Diese hält die Schauspielerin stets auf der Hand, wenn sie nicht gerade wild umherfliegt.
Mehrmals bezieht Albu die jungen Zuschauer ein und sorgt mit ihrer Darbietung für viele lustige Momente. Sehr zur Freude der Kinder und deren Eltern, die im hinteren Teil des Raums die Aufführung verfolgen.


Wichtige Botschaft

In dem vom Bamberger Theater "Chapeau Claque" produzierten Stück geht es aber nicht nur um die gute Unterhaltung, sondern auch um eine wichtige Botschaft. Im Mittelpunkt steht das Thema Umwelt und der Einfluss, den die Menschen auf sie haben. "Es ist wichtig, die Kinder früh damit vertraut zu machen, wie wichtig die Natur ist", erklärt Michael Stromer, Leiter der Umweltstation Weismain. Deswegen hatte er die Idee, das Theaterstück "Der Maulwurf und die Biene" in Lichtenfels zu zeigen. "Umso besser ist es, wenn sie dabei auch noch Spaß haben", so Stromer.
Und den hatten die Jungen und Mädchen allemal: "Das war toll", findet Marie Kratochwil freudestrahlend nach dem Auftritt, "der Maulwurf und die Biene waren echt lustig."