Der ( voraussichtlich) letzte Film "Sams im Glück" läuft in der Neuen Filmbühne Lichtenfels an.
"Es ist aufregend, die Reaktionen des Publikums im Kino unmittelbar mitzuerleben", sagt der Erfinder des vorlauten Titelhelden.
Erneut hebt sich der Vorhang für Familie Taschenbier, obwohl sich das Sams nach der letzten Verfilmung von der Leinwand verabschiedet hatte: ",Nie wieder' wollte Christine Urspruch in den Taucheranzug schlüpfen", den die Darstellerin nach "Sams in Gefahr" an den Nagel hängte, wie Maar berichtet. Zumal sie bei Dreharbeiten allmorgendlich ab 6 Uhr in der Maske saß, bis der letzte Wunschpunkt wunschgemäß platziert war.
"Jahre später aber regte ausgerechnet Christine die filmische und literarische Fortsetzung an." Um ihre Tochter zu beeindrucken, wie die Akteurin dem Bamberger Autor gestand. Schließlich liebt Lilo die Geschichten ums Sams, die ihre Mutter an ach so vielen Abenden vorlesen musste.
Also wieder rein in den verhassten Taucheranzug, mit dem der große, nein eigentlich 132 Zentimeter kleine "Tatort"-Star ("Alberich") im vergangenen Jahr bei Bamberger Dreharbeiten zu bewundern war.

Über Irrwege ans Ziel


Halt! So schnell ging's auch wieder nicht. Zunächst galt es dem Sams eine entsprechend originelle Geschichte auf den mit Würstchen prall gefüllten Leib zu schreiben. "Als wir uns beim Spazierengehen im Hain verliefen, kam Ulrich (Limmer) und mir die entscheidende Idee: Papa Taschenbier zum Sams werden zu lassen", erinnert sich Maar.
Und wo reifen Ideen besser als in der Abgeschiedenheit? "Also zogen wir uns nach Umbrien zurück, in ein altes Bauernhaus irgendwo in den Bergen."
Acht Tage vergingen. Dann stand das achtseitige Exposé, aus dem der Produzent das Drehbuch zog und der Kinderbuchautor den siebten Teil der Sams-Saga in die Tastatur hämmerte. Um gleich noch tiefer in den Kosmos der Samse einzusteigen und beispielsweise zu beschreiben, wie sie die Welt - gleichsam aus dem Ei gepellt - zu erobern suchen.
So klingt die Geschichte des Sams aus, während sich Maar-Fans auf ein Wiedersehen mit dem zehnjährigen Philipp Mattenheim freuen können: "Gestern habe ich feierlich ,Ende' unter das 130-seitige Manuskript von ,Lippel, träumst du schon wieder!' geschrieben", berichtet der Autor.
Im Herbst erscheine die Fortsetzung von "Lippels Traum". Über die sich zahllose Kinder freuen können, die dem Wahlbamberger Briefe sandten ("die ich übrigens alle beantworte"), nachdem sie sich den Märchenfan zurückwünschten.
Allen, denen das noch kein Trost ist, legen wir an dieser Stelle auf die Schnelle eine letzte Sams-Regel ans Herz: "Denk niemals nicht / an das, was nicht ist, / denk lieber an das, /was du hast, was du bist."