Für Steffen Hofmann wird es ein Heimspiel: Der 28-Jährige, der in Bamberg lebt, ist in Ebensfeld aufgewachsen, hat in Lichtenfels die Schule besucht und Abitur gemacht. "Lichtenfels bedeutet für mich Heimat. Mir liegt es am Herzen, die Stadt voran zu bringen." Ab dem 1. März übernimmt er den Posten des City-Managers für die Korbstadt. "Als ich die Ausschreibung gelesen habe, hatte ich sofort jede Menge Ideen. Ich freue mich schon drauf, dass es losgeht und ich die Ärmel hochkrempeln und anpacken kann." Hofmann hat in Bamberg Betriebswirtschaft studiert und mehrere Jahre beim Verein Stadtmarketing Bamberg gearbeitet. Momentan ist er Innenstadtkoordinator der Stadt Marktredwitz.

Mit seinem Engagement in Lichtenfels tritt Hofmann die Nachfolge des bisherigen City-Managers Werner Schiffgen an. "Der Vertrag von Herrn Schiffgen ist nach vier Jahren zum 31. Dezember 2014 ausgelaufen", erklärt Bürgermeister Andreas Hügerich (SPD). "Der Stadtrat hatte deshalb beschlossen, die Position neu auszuschreiben."

Für den Bereich Stadtplanung innerhalb des City-Managements war bisher Rita von Frantzky zuständig. Auch diese Position ist mit Matthias Rühl, Ingenieur für Raum- und Stadtplanung aus Neustadt an der Aisch neu besetzt worden. Rühls Aufgaben werden unter anderem die konkrete Gestaltung von Baublöcken sowie Fragen der Verkehrsführung sein. "Eine Möglichkeit zur Innenstadtentwicklung wäre etwa die Umwandlung von Geschäftsräumen in Wohnräume", so Rühl.

Ansprechpartner für alle

Hofmann dagegen will vor allem Netzwerker und Ansprechpartner sein, für die Verwaltung, für Unternehmen, aber auch für die Bürger. "Wer Ideen, Fragen oder Anregungen hat, sollte sich nicht scheuen, mich zu kontaktieren", sagt er. "Ich möchte all diese Ideen und Anregungen sammeln, so dass wir gemeinsam Projekte entwickeln können, um Lichtenfels voran zu bringen." Er ist zuversichtlich, Lichtenfels mit neuen und auch mit anderswo erprobten Konzepten zu einer Marke entwickeln zu können und für Unternehmer und Neubürger attraktiv zu gestalten.

"Das neue City-Management wird viele neue Impulse geben", so Hügerich. "Allerdings darf man nicht erwarten, dass sich über Nacht alles wie durch ein Wunder verändert. Wir müssen gemeinsam anpacken und langfristig denken." Eine Übergabe von Schiffgen an Hofmann soll noch stattfinden. "Die Zusammenarbeit mit Herrn Schiffgen und Frau von Frantzky war eine sehr gute. Sie haben einen guten Grundstein gelegt."