Ein großes Fest steht der Pfarrei Sankt Martin in Weismain bevor: Zum 125. Mal jährt sich die feierliche Konsekration der Pfarrkirche nach dem Neubau des dreischiffigen Langhauses. Aus diesem Anlass veranstaltet die Pfarrgemeinde am Sonntag, 9. Oktober, ein Pfarrfest.

Die prächtige St.-Martinskirche im Stadtkern, auch "Juradom" genannt, die mit ihrem 53 Meter hohen Turm von weitem ein Blickfang ist, blickt auf eine wechselvolle Vergangenheit zurück, deren Ursprünge bis heute ungeklärt sind. Sie dürfte zwischen dem achten und zehnten Jahrhundert entstanden sein und erlitt 1430 beim Hussiteneinfall schwere Schäden.


Neugotischer Neubau

Die spätgotische derzeitige Pfarrkirche ist im Jahre nach den Verwüstungen der Hussitenkriege neu erstanden.
Das alte Langhaus, eine gewölbte Hallenkirche mit überhöhtem Mittelschiff und gemauerten Rundpfeilern wurde 1890/91 durch einen konventionellen neugotischen Bau von Kreisbaurat Hurt ersetzt. Die Weihe des Langhauses wurde am 20. September 1891 vollzogen.

In den Jahren 1989/90 erfuhr das Gotteshaus eine gründliche Renovierung mit der Anschaffung einer neuen Orgel und neuer Kirchenbänke. Vor vier Jahren schloss die größte Innensanierung der Kirchengeschichte mit einem Kostenaufwand von 1,14 Millionen Euro ab, als Figuren sowie die Innenräume einen neuen Farbanstrich erhielten. Zudem wurde die Orgel generalüberholt und zur Befestigung des Dachstuhls acht Tonnen Eisen eingebaut.


Zwei Renovierungen

Einen sehr großen Anteil an den beiden arbeitaufswändigen, zeitraubenden und kostenträchtigen Renovierungen hatte der langjährige, ehemalige Kirchenpfleger Ludwig Eitzenberger. Er hatte mit seinem unermüdlichen, ehrenamtlichen Einsatz in den vielen Jahren seines Wirkens selbstlose, unbezahlbare Dienste für seine Pfarrkirche geleistet.


Ein Festzug ist vorgesehen

Pfarrer Gerhard Möckel, der Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltung haben ein vorläufiges umfangreiches Festprogramm erarbeitet. Dem Festgottesdienst um 10 Uhr geht eine Kirchenparade mit Zug vom oberen Tor zur Pfarrkirche voraus mit kirchlichen Institutionen, der Stadtverwaltung, Vereinen mit ihren Fahnenabordnungen, Pfarrangehörigen sowie Ehrengästen. Kirchenchor und Jugendband soll die Messfeier umrahmen.

Im Anschluss daran führt ein Festzug zum Kolpinghaus. Dort ist Schauplatz der weltlichen Feier mit Darbietungen von der Weismainer Blasmusik, der Kindergärten St. Anna und Kinderzeit, der Kolping-Theatergruppe und des Sängerkranzes. Der Jugendarbeitskreis wird für die Kinder ein Kasperltheater aufführen.

Zum Mittagessen werden Schweinebraten und Rinderbraten angeboten sowie Gegrilltes und Pommes. Nachmittags gibt es Kaffee und Kuchen. Um die Vorbereitungen gezielter voranzubringen, werden für die zwei Mittagsgerichte Essenbons verkauft. Diese können vor und nach beiden Gottesdiensten am Samstag, 24. September, und Sonntag, 25. September, erworben werden. Ein weiterer Vorverkauf startet am Samstag, 1. Oktober, und Sonntag, 2. Oktober, jeweils vor und nach der Messfeier. Auch im Pfarrbüro sind die Essensmarken erhältlich.


Kirchenführungen

Der Nachmittag sieht vor, dass Kirchenführungen durch Kreisheimatpflegerin Andrea Göldner angeboten werden sowie eine Abschlussandacht mit musikalischer Mitwirkung der Sopranistin Evi Kral. Vereine, freiwillige Helfer und Gemeindeangehörige, die das Pfarrfest mit ihrer Unterstützung zu einem Erlebnis werden lassen wollen, werden gebeten, sich in einer Liste am Schriftenstand der Pfarrkirche einzutragen.

Alle Helfer und Vereinsangehörigen, die sich an der Gestaltung des Festes beteiligen möchten, werden gebeten, sich bei Maria Bauer, Telefon 09575/587, Dieter Wolf, Telefon 09575/7348, oder im Pfarrbüro unter der Rufnummer 09575/245, zu melden.