Die Klinik für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie am Bezirksklinikum Obermain, lädt am Samstag, 1. Juni, zum Kutzenberger Gesundheitsforum in den Festsaal des Klinikums ein. Ein fortgeschrittener Verschleiß von Hüft- und Kniegelenk (Hüft- und Kniegelenk arthrose) kann bei Betroffenen Schmerzen und Funktionseinschränkungen an den jeweiligen Gelenken verursachen und zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität führen.

Sind gelenkerhaltende Therapiemaßnahmen nicht mehr erfolgversprechend, kann den Patienten geholfen werden, indem die betroffenen Gelenke durch Kunstgelenke (Endoprothesen) ersetzt werden. Dieser operative Eingriff dient in erster Linie der Verbesserung der Lebensqualität und der Gelenkfunktion.

Bundesweit wurden im Jahr 2007 rund 136.000 Patienten mit künstlichen Knie- und 153.000 Patienten mit künstlichen Hüftgelenken versorgt.

Wenn Prothesen locker werden

Eine mögliche Komplikation nach Kunstgelenkersatz von Hüfte und Knie stellt die Auslockerung von Endoprothesen dar. Problematisch ist hierbei die Tatsache, dass Kunstgelenke, wenn sie einmal ausgelockert sind, von selbst nicht mehr stabil werden und bei den Betroffenen zu Schmerzen und Funktionseinschränkungen führen können. Zudem führt der Lockerungsprozess durch Implantatbewegungen zu Defekten an den Knochen, in denen die Implantatkomponenten selbst verankert sind. Ist bei einem Kunstgelenk eine Lockerung sicher festgestellt, sollte - in Abhängigkeit der Ursache der Prothesenlockerung - ein Endoprothesen-Wechseleingriff ausgeführt werden, mit dem Ziel, das neue Implantat wieder dauerhaft stabil zu verankern, um so für den Patienten eine Verbesserung von Gelenkfunktion und eine Reduktion von Schmerzen zu erzielen.

In einem Vortrag mit dem Titel "Wenn Kunstgelenke versagen" erläutert Alexandra Claus, Chefärztin der Klinik für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie am Bezirksklinikum Obermain, Grundprinzipien für das erfolgreiche Funktionieren von Kunstgelenken an Hüfte und Knie, Ursachen von Auslockerungen und Implantatversagen, Therapiekonzepte, Erfolgsaussichten und Maßnahmen zur Vorbeugung von Auslockerungen von bereits vorhandenen Kunstgelenken von Hüfte und Knie. An den Gesundheitsvortrag schließt sich ein Gesprächsforum an, in dem Fragen aus dem Publikum beantwortet werden.

Veranstaltungsbeginn

Aufgrund des großen Interesses in den Vorjahren wird die Veranstaltung an diesem Nachmittag zwei Mal angeboten: um 13.30 Uhr (Ende ca. 15 Uhr) und um 16 Uhr (Ende ca. 17.30 Uhr).

Alle Bürger sind dazu eingeladen. Der Eintritt ist kostenfrei. Wenn alle Plätze belegt sind, ist leider kein weiterer Einlass möglich.
Weitere Informationen finden sie auf der Webseite www.bezirkskliniken-oberfranken.de.