Braucht man doppelt so viel Energie, wenn man doppelt so viele Kartoffeln kocht? Nur eine von vielen Frage, mit denen sich 18 Schüler des Gymnasiums Burgkunstadt seit vielen Wochen beschäftigen. Im Wettbewerb "Schüler experimentieren" werden heute beim oberfränkischen Regionalentscheid in Bayreuth mal wieder die Genies von morgen gesucht. Und die Chancen, dass darunter auch Schüler aus Burgkunstadt sein werden, stehen nicht schlecht. Mit zwölf Jungs und sechs Mädchen ist die Beteiligung des Gymnasiums so hoch wie noch nie.
"Schüler experimentieren" ist ein Ableger der Initiative "Jugend forscht" und richtet sich an alle Jugendlichen unter 14 Jahren. In sieben Fachbereichen haben sich für den Regionalwettbewerb rund 200 Jugendliche qualifiziert. Die sieben Sieger jeder Kategorie qualifizieren sich schließlich für den Landeswettbewerb Bayern am 27. und 28. April in Dingolfing.
Bereits im Vorfeld des Wettbewerbs konnte der Fränkische Tag einen Blick auf die höchst unterschiedlichen Projekte der Burgkunstadter Schüler werfen. In der Kategorie Arbeitswelt beschäftigen sich die Sechstklässler Linus Schöb, Elias Wagner und Johannes Quidenus damit, wie man Kartoffeln möglichst energiesparend kochen kann. "Wir haben mehrere Versuchsreihen mit gleichem Herd, Topf und Kartoffelsorte gemacht und herausgefunden, dass das Wasser kochen an sich am meisten Energie verbraucht", erklärt Johannes Quidenus. Um drei Kilo Kartoffeln besonders sparsam zu kochen, reiche in der Regel ein Topf mit einem dreiviertel Liter Wasser aus.

Handy mit Dynamo aufladen

Ismael Celikbas und Andreas Quidenus ärgern sich seit längerer Zeit, dass ihren Handyakkus auf Ausflügen oftmals der Saft ausgeht. Um dem entgegenzuwirken, entwickelten die beiden Schüler die Idee, einen Fahrraddynamo als mobile und umweltschonende Energiequelle zu verwenden. Nach vielen Versuchen und der Schaltung komplexer Stromkreise gelang es den beiden tatsächlich , ein Smartphone durch einen Fahrraddynamo aufzuladen.
Im Bereich Biologie untersuchen die Sechstklässler Sebastian Will und Jonas Richter die Reaktion von Hunden auf verschiedene Kostüme. Sebastian Will: "Mir kam die Idee, als ich bei meinem Freund war und dessen Hund beim Anblick seines Faschingskostüms total ausgerastet ist. Ich habe mich natürlich gefragt, ob alle Hunde so reagieren." Für das Experiment schlüpften mehrere Hundebesitzer in ein Kuh- und ein Tigerkostüm. Anschließend wurde das Verhalten der Hunde auf die Verkleidungen genau analysiert. "Hütehunde, die etwas älter waren haben ihr Herrchen im Kostüm relativ schnell erkannt. Kleinere Hunde haben zum Teil recht ängstlich reagiert und auch länger gebraucht um ihr Herrchen wahrzunehmen", sagt Sebastian Will.
Die übrigen Teilnehmer aus Burgkunstadt beschäftigen sich mit den Themen "Projekt Meerschweinchen", "Hamsterstrom", "Natürliche Energie", "Das umweltfreundliche Auto" und "Die Bewegung von Sternzeichen".