Viel Gesprächsstoff boten einmal mehr in einer Stadtratssitzung die Verkehrsbedingungen in und um Weismain. "Zwar wurde seitens Alois Dechant' ein Verkehrskonzept erarbeitet, aber es hat keine neuen Erkenntnisse gebracht", erklärte Bürgermeister Udo Dauer (CSU).

Die Möglichkeit des Ausbaus der Staatsstraße mit den Umgehungen Modschiedels und Wunkendorfs mit der Variante "Judenweg" erteilte er eine Absage, da diese Möglichkeit nicht vor 2030 infrage käme. Das schneller umsetzbare Konzept habe eine breite Zustimmung im Stadtrat gehabt. Ähnlich sehe er es mit einer Autobahnauffahrt, deren Bau bei normalem Verlauf 2019 begonnen werden könnte. Zur Überlegung, aus der Staatsstraße 2191 nach der Fertigstellung eine Gemeindeverbindungsstraße zu machen, erklärte Udo Dauer, dass hier noch etliche Fragen offen seien.

Für die Überlegung, das Kleinziegenfelder Tal verkehrstechnisch attraktiver zu machen, wurde seitens des Landkreises eine Arbeitsgruppe erstellt, die sich mit den gegebenen Möglichkeiten beschäftigt. Die Möglichkeiten einer Verbesserung der Infrastruktur im Landkreis von Alois Dechant mit Verkehrsquerachsen von Hochstadt vorbei an Burkheim, Woffendorf und dann Richtung Mainleus seien nicht verwerflich, sondern in der momentanen Situation sicher zu überlegen.

Mit dem Winterdienst auf Kreisstraßen im Gebiet Weismain zeigte sich Julia Spörlein (CSU) überhaupt nicht zufrieden. Damit wird sich nun Herbert Simon von der Bauverwaltung befassen. Ebenso ärgerlich sei die Sperrung der Straße von Niesten nach Görau bei schon leichtem Schneefall, wie Stadtrat Rudi Dück (CSU) monierte. Ein bisschen Salz zu streuen, wäre sinnvoller als eine Komplettsperrung.

Janine Brunecker (GUB) bat darum, dass eine Stadtratssitzung immer am vierten Dienstag eines Monats stattfinden sollte. Auch wurde festgelegt, dass der Sitzungsbeginn immer um 19 sein wird.

Keine Probleme gab es bei der Fortschreibung des Feuerwehrbedarfsplanes der Feuerwehren im Stadtgebiet Weismain. Hier wird ein Arbeitskreis mit Kommandanten aus dem ganzen Stadtgebiet mit Bürgermeister Udo Dauer Stadtrat und Kreisbrandmeister Matthias Müller, Daniel Betz, FFW Großziegenfeld, Reinhold Dauer, FFW Seubersdorf, Alexander Hofmann, FFW Geutenreuth, Michael Herold, FFW Weiden, Johannes Dauer, FFW Wallersberg-Mosenberg, Dominic Lang, FFW Kaspauer, Jochen Bauer und Christian Kunstmann, FFW Weismain, gebildet. Diese Maßnahme bezeichnete Udo Dauer als sehr wichtig, da die Leute vor Ort wissen würden, um was es gehe und was für den Feuerschutz benötigt werde. Ab Frühjahr werden die nötigen Maßnahmen mit diesem Gremium ausgearbeitet und dem Stadtrat vorgelegt.

3. Auto- und Gewerbemesse

Am 5. Mai findet in Weismain die 3. Auto- und Gewerbemesse statt. Örtliche Einzelhändler hatten einen Antrag gestellt, anlässlich dieser Messe das Öffnen ihrer Geschäfte zu genehmigen. Dieser Antrag wurde vom Stadtrat einstimmig befürwortet.

Erfreuliches konnte Bürgermeister Udo Dauer zum Thema Breitbandausbau berichten. So wurde zuletzt von der Telekom der Nahbereich in Weismain ausgebaut. Davon sind 632 Haushalte betroffen, die sich über schnelles Internet freuen können. Am 7. Februar wird im Rathaus ein Beratungs- und Aufklärungstag der Telekom stattfinden.

Auf die Nachfrage von Anita Rauch (GUB) zu den Kosten der Sanierung der Wallfahrtskapelle St. Katharina in Wallersberg konnte Kämmerin Carmen Bezold berichten, dass die Sanierung 230 000 Euro gekostet habe. Nach Abzug aller Zuschüsse und Eigenleistung liege der Anteil der Stadt Weismain bei 60 000 Euro.

Lehrschwimmbecken: läuft

Zum Bau eines Lehrschwimmbeckens (Anfrage von Janine Brunecker, GUB) erklärte Udo Dauer, dass nach Absprache mit dem Altenkunstadter Bürgermeister im Moment alles seinen Gang gehe. Ein mögliches Vorsprechen in München sei nicht angedacht.