Wohlbehalten, müde, nass und durchgefroren, aber glücklich trafen die Gößweinstein-Wallfahrer der Pfarrei St. Johannes und der umliegenden Orte von ihrem Gebetsgang am Montagnachmittag wieder zu Hause ein. Auf dem Heimweg mussten sie etliche kräftige Regengüsse über sich ergehen lassen.

Davon ließen sich die Pilger aber nicht beirren. "Einem Wallfahrer macht das Wetter nichts aus", so die Antwort der Gläubigen auf die Frage nach dem Wetter. Alle Teilnehmer im Alter von neun bis 75 Jahren haben den Weg wunderbar gemeistert.

Dabei hatte mit dem Wetter zu Beginn alles perfekt angefangen - von Uetzing bis zum Gnadenort hatte man wirklich Glück. Am Gnadenort geleitete am Samstag einer der Patres die Pilger in die Basilika. Eingewallt wurde mit insgesamt 128 Wallfahrern, darunter etliche zum ersten Mal.


Fußpflege neben der Basilika

Wer sich Blessuren zugezogen hatte, konnte seine Beschwerden in Gößweinstein bei einer ehrenamtlich tätigen Fußpflegerin direkt neben der Basilika lindern lassen. Am Nachmittag trafen sich die Uetzinger zunächst an den sieben Altären, und im Anschluss beteten alle den Kreuzweg. Auf dem Kreuzberg, der Anhöhe von Gößweinstein, machten die Uetzinger Wallfahrtsmusiker mit einem Choral auf sich aufmerksam.

Nach dem Wallfahrtsamt am Sonntag begaben sich die Pilger auf den Rückweg - in strömendem Regen. Am Abend erreichten sie völlig durchnässt Hollfeld, wo sie die Nacht verbrachten. Am Montagmorgen zog die Wallfahrt über Stadelhofen zurück nach Uetzing.

Wallfahrtsführer Wolfgang Herold zog Resümee und lobte die gute Disziplin, Ordnung und Pünktlichkeit der Gruppe. "Mit dem viertätigen Gebetsgang durch Täler und Wälder haben wir trotz des Regenwetters ein echtes Glaubensbekenntnis abgelegt", betonte er. In Serkendorf wurden die Wallfahrer Am Montagmittag von ihren Angehörigen mit Blumen begrüßt.

In der Maschinenhalle unterstellen

In der Maschinenhalle der Familie Weis konnten sie sich vor dem Regen schützen. Hier stellten die Familie Reinhardt aus Uetzing und die Familie Schauer aus Serkendorf für die Pilger erfrischende und warme Getränke bereit.

Nach einem kurzen Aufenthalt betete die Serkendorfer Mesnerin Kerstin Weis an der Marienkapelle ein kurzes Gebet. Dann ging es über Gößmitz und Weisbrem weiter nach Uetzing. Am Ortseingang wartete bereits Pfarrer Hans Hübner mit den Ministranten, der die Pilgergruppe in einem feierlichen Zug durch die Straßen bei Glockengeläut in die Pfarrkirche führte und dann den eucharistischen Segen sprach.

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Jürgen Reinhardt lobte Wallfahrtsführer Wolfgang Herold für die ausgezeichnete Organisation und Leitung der Wallfahrt. Unterstützt wurde Herold hauptsächlich von seinem Sohn Alexander sowie von drei Vorbetern.

Der älteste Wallfahrer war der 75-jährige Alois Hellmuth aus Stublang. Seit Jahren trägt Hellmuth den Lautsprecher während der Gebetsganges. Die neunjährige Sophie Weidner aus Stublang war die jüngste Pilgerin in diesem Jahr.