Musik und Tanz auf hohem Niveau präsentierten am Samstag Kinder und Jugendliche beim Jugendfestival im Stadtschloss. Seit fünf Jahren organisiert die Stadt die Talentschau mit witzigen und typisch fränkischen Elementen. Die sympathischen Tanz- und Musikkünstler überzeugten mit überraschenden und bewegenden Auftritten. Diese besondere Kulturinitiative lasse hoffen, dass Kinder und Jugendliche mit Kultur vertraut gemacht werden, meinte Dritter Bürgermeister Bernhard Christoph. Das Musizieren in frühen Jahren fördere das positive Gemeinschaftserlebnis, leiste einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsbildung und stärke all die positiven Eigenschaften, auf die wir angewiesen seien und die das Leben bereicherten: Konzentration, Kreativität, Ausdrucksfähigkeit und Selbstvertrauen. Christoph betonte, die Jugend sei heute anders in ihren Ausdrucksformen und Gewohnheiten als früher. Und dann begann eine 90-minütige Show, die hinter keiner professionellen Erwachsenenaufführung zurückzustehen brauchte. "Bunte Blätter" war das Thema des Abends, das die beiden Moderatoren Lea Gießler und David Höppner mit zahlreichen herbstlichen Anekdoten und Gedichten würzten. Simeon Schmitt und Florian Klerner eröffneten den Reigen mit Gitarrenmusik.

Klassik und Ballett


Den ersten Höhepunkt präsentierte Doris Diroll mit ihrer Ballettgruppe, die mit dem "La serenissima" ausdrucksstark das Rondo Veneziano tanzte. Nachwuchspianist Jonathan Burger knüpfte daran mit dem Rondo von Wolfgang Amadeus Mozart an. Finn Scholl und Jonas Hirle interpretierten die Herbstlegende von Linnemann.

Die drei Balletteusen der Gruppe Waka Waka überzeugten ebenso wie der "Tanz der Vampire", den Selina Melchior, Janina-Louis Werner und Lucas-Andreas Werner dämonisch darboten. Vor der Pause überzeugte Tobias Kolb mit "Lazy days usual suspects".

Nach der Pause brachte die Ballettgruppe Goraus frischen Herbstwind in den Saal des Stadtschlosses. Andalusische Weisen ließen Robert Kotschenreuther, Luca Bauer und Tizian Schwartz erklingen.

Am Flügel beeindruckte Eugen Jonow mit Beethovens 3. Satz der Appassionata, der Klaviersonate Nr. 23 in f-Moll, den er auswendig spielte. Felix Schober, der in Musikkneipen bereits dreistündige Konzerte gibt, wählte Alex Klare mit dem Song "Too close". Es folgte am Flügel Jaqueline Vojer mit Grubbs "Brooklyn". Im Dreivierteltakt präsentierte die Ballettgruppe Diroll den Walzer aus Eugen Onegia. Den Abschluss bildete die dreiköpfige Band "Of Janii and Men" mit "Little Talks".

Die Gruppen und Solisten leiteten Harald Kotschenreuther, Reinhard Arnold, Doris Diroll, Stella von Arnold-Havadi, Alice Goraus, Manfred Henkel, Gerhard Bauer. Die Organisation und Gestaltung hatte Stella von Arnold-Havadi.