Walter Mackert versteht sich als "verlängerter Arm", als "Sprachrohr” für die Interessen und Belange seiner Mitbürger. Dabei handelt er vor allem im Sinne der älteren oder behinderten Menschen wie Rollstuhlfahrer, die sich mit Fragen und Schwierigkeiten an ihn wenden können.

In seiner Funktion als Senioren- und Behindertenbeauftragter nahm Mackert auch an der gestrigen Stadtratssitzung teil, in der er seinen Jahresbericht 2012 über die Tätigkeiten und Intentionen innerhalb seines Aufgabengebietes vorlegte.

Ähnlich dem Seniorenbeirat engagiert er sich unter anderem für eine alters- und behindertengerechte Ausgestaltung des Stadtraumes. Ebenerdige und barrierefreien Zugänge kämen jedoch nicht nur älteren oder gehbehinderten Mitbürgern zugute, sagt Walter Mackert. Er betont, "dass es in der Gesellschaft immer alle betrifft, Jung und Alt". So habe eine Mutter von zwei kleinen Kindern die neue Verkehrsinsel in der Lichtenfelser Straße gelobt - die "Insel der Sicherheit", so nennt Mackert den jüngst gebauten Straßenübergang.

Dass sich die Senioren- und Behindertenarbeit erfolgreich gestaltet, schreibt Mackert auch den Behörden und Ämtern in Bad Staffelstein zu. Den Mitarbeitern des Einwohnermeldeamtes oder der Stadtverwaltung etwa sei vor allem aufgrund ihrer unkomplizierten und unbürokratischen Vorgehensweise zu danken. Sie wären "wie ein Netzwerk" miteinander verzahnt, was nicht für jede Stadt eine Selbstverständlichkeit sei.

Auch die "Vernetzung der Vereine und Institutionen" stellte Mackert als positiv heraus. Denn durch die koordinierte Zusammenarbeit entstehe ein reichhaltiges Veranstaltungsangebot für Senioren.

Lobende Worte für Seniorenbeirat

"Alleine kann man nichts bewirken", meint der Stadtrat. Nicht zuletzt verweist er auf das Engagement des Seniorenbeirates, der sich aus Mitgliedern unterschiedlicher Vereine und Institutionen zusammensetzt. Anerkennend äußert er sich beispielsweise darüber, dass die Gruppe um Barbara Stöhr die Fahrt zum Staffelberg organisiert habe. Die älteren Mitbürger hätten dadurch die Möglichkeit, mit Hilfe eines City-Busses gruppenweise zum Ausflugsziel zu gelangen.

Christa Gaida, ein Mitglied des Seniorenbeirates, kann sich vorstellen, den Einsatz von City-Bussen in den Stadtverkehr zu integrieren. Die Linie könnte dann etwa am Nachmittag im Zwei-Stunden-Takt zwischen Innenstadt und weiter entfernt liegenden Zielpunkten wie der Reha-Klinik in Schwabthal oder dem Kurpark pendeln.
Den City-Bus könnten die Senioren der Stadt nutzen, um kostengünstig, bequem und gruppenweise zu verkehren. Gerade ältere Menschen, die nicht mehr so agil seien, empfänden den Weg von der Innenstadt in Richtung Bahnhof als beschwerlich.