60 Geburten gab es in der Marktgemeinde n im vergangenen Jahr. Das ist natürlich ein Grund zur Freude, allerdings muss die Kommune auch darauf reagieren. Wie die Fortschreibung der Bedarfsplanung ergab, braucht es, um den Eltern auch künftig genügend Plätze für ihre Sprösslinge zur Verfügung stellen zu können, nun zusätzlich die Einrichtung eine Kindergartengruppe, einer Kinderkrippengruppe sowie einer gemischte Gruppe.
In seiner Sitzung fasste das Gremium nun einen Grundsatzbeschluss, um für die Herausforderungen gewappnet zu sein. "Der Markt Ebensfeld errichtet eine neue Kindertagesstätte im Hauptort Ebensfeld", heißt es im Beschluss. Das genaue Wie und Wo der Umsetzung steht noch nicht fest. Durch den grundsätzlichen Charakter des Votums halte man sich alle möglichen Optionen hier offen, so Bürgermeister Bernhard Storath (CSU). Laut Rathauschef soll eine konkrete Entscheidung nach Möglichkeit spätestens im Mai oder Juni gefällt werden. Die Verwaltung wird nun beauftragt, die notwendigen Schritte in die Wege zu leiten, die da konkret lauten: Beauftragung eines Architekturbüros, Festlegung des Standorts und der Bauweise, erste Gespräche mit der Regierung von Oberfranken und mit dem Erzbistum Bamberg betreffend Förderanträge beziehungsweise Zuschüsse. Bauherr ist die Marktgemeinde.


Mindestfördersatz 70 Prozent

Die finanzielle Seite ist natürlich ein wichtiger Punkt. Laut Staatsministerium für Arbeit und Soziales ist im ersten Halbjahr 2017 mit dem Inkrafttreten eines Bundesgesetzes zu rechnen, welches ein Sonderinvestitionsprogramm für Kinderbetreuungseinrichtungen enthält. Die Förderung soll aus einem Mindestfördersatz von 70 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben und einem der finanziellen Leistungskraft der Kommune abhängigen Zuschlag bestehen. Die Gesamtzuwendung baulicher Maßnahmen ist auf 90 Prozent der tatsächlichen zuwendungsfähigen Kosten begrenzt. Zusätzlich werden Ausstattungskosten von bis zu 2000 Euro pro zusätzlichen Kinderbetreuungsplatz erstattet.


Einbindung an den ÖPVN

Einstimmig befürwortete das Gremium die Einbindung der Schülerbeförderung bezüglich der Grund- und Mittelschule in den Öffentlichen Personennahverkehr des Landkreises. Im Vergleich zur bisherigen ÖPNV-Verbindung ändert sich nur wenig. Schüler aus dem Kelbachgrund und westlich des Mains werden weiterhin mit den Bussen mit Zwischenhalt in Ebensfeld und dann weiter nach Bad Staffelstein beziehungsweise Lichtenfels befördert. Der Landkreis beabsichtigt jedoch, die Schülerlinie für die Grund- und Mittelschule Ebensfeld in das Linienbündel 5 aufzunehmen. Dadurch könnten die Schüler an Wochenenden und in Schulferien das Bus-/Zugticket nutzen. Bisher wurde vom Markt Ebensfeld ein privates Busunternehmen für den Schülerverkehr der Grund- und Mittelschule beauftragt. Der Eigenanteil an entstehenden Kosten reduziert sich für die Marktgemeinde dadurch von jährlich bisher 50 000 auf 10 000 Euro. Auf den Standort der Jaltestelle in der Bahnhofstraße hatte man sich bereits festgelegt, auch Schilder sind schon angebracht. Nun beschloss der Gemeinderat die Maßnahme die Errichtung einer dortigen behindertengerechten ÖPNV-Bushaltestelle. Laut ngenieurbüro HTS Plan belaufen sich die Gesamtkosten mit Gestaltung des Umfeldes auf rund 47 600 Euro. Die Regierung von Oberfranken hat bereits einen Zuschuss von 21 300 Euro bewilligt. Die Vergabe der Arbeiten erfolgt durch den Bürgermeister.